
Live
Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band

Gitarrist, Komponist und Innovator des europäischen Jazz
gehörte in seiner aktiven Phase zu den bedeutendsten Gitarristen weltweit
Harry Pepl auf der Bühne, Blick zurück. Foto: Ralf Quinke
Harry Pepl prägte als Gitarrist und Innovator den österreichischen und den europäischen Jazz und zählte international zu den Spitzengitarristen seiner Zeit. Er spielte mit Benny Goodman, Jack DeJohnette, Dave Holland, Michel Portal, Enrico Rava und Dino Saluzzi und machte mit Werner Pirchner als Jazzzwio zwischen Berlin und Montreux Furore, später auch mit seiner US-österreichischen Band „Air Mail“.
Wie Pat Metheny gehörte er zu den ersten Jazzmusikern weltweit, die die MIDI-Gitarre spielten, und er machte sie zum Werkzeug des Komponierens: Für die „Schönberg Improvations“ steuerte er mit ihr einen Bösendorfer-Computerflügel, und mit dem Real-time Composing entwickelte er eine eigene Methode, Musik im Augenblick zu erfinden und zugleich festzuhalten.
Unter den großen Gitarristen seiner Zeit hatte sein Name Gewicht. John Scofield nannte ihn „one of my favourites“, John Abercrombie sagte: „He's great, he's like a machine gun.“ Metheny und Bill Frisell kannte er persönlich, von Festivals wie Jazz in Neuwied und von Konzerten des NDR.
Auf der Bühne und im Studio stand er außerdem mit Dave Liebman, Art Farmer, Lee Konitz, Charlie Mariano, Joachim Kühn, George Lewis, Don Moye, Barry Altschul, Marc Johnson, Toninho Horta, Daniel Humair, Jean-François Jenny-Clark, Mino Cinelu, Didier Lockwood, Jon Christensen, Tony Oxley, Herbert Joos, Wolfgang Dauner und Svend Asmussen. Bei „Air Mail“ spielte er mit Wolfgang Puschnig, Mike Richmond und Wolfgang Reisinger, im Vienna Art Orchestra war er Gast, einmal an der Seite von John Surman. Er nahm mehrfach für ECM auf, das Kronos Quartet brachte 1991 in Graz drei seiner Stücke zur Welturaufführung, und als Professor für Jazzgitarre in Graz prägte er eine Generation von Musikern, unter ihnen Wolfgang Muthspiel.
Anfang der 2000er Jahre brachte Universal in der Reihe Austrian Jazzart Wiederveröffentlichungen und bis dahin unveröffentlichte Aufnahmen heraus, darunter „Light Blues“, „Live At Miles Smiles“ und die „Schönberg Improvations“. 2009 folgte unter der Regie seines Sohnes Daniel Pepl „Live In Concerts“ mit den Konzerten des Jazzzwio in Montreux und Innsbruck auf CD und DVD. Seit 2015 erscheinen Aufnahmen aus seinem Nachlass bei Fullmax Recordings. Zum 80. Geburtstag kam das Live-Album „Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band“ heraus, das beim Österreichischen Jazzpreis 2025 in der Kategorie bestes Jazzalbum des Jahres den zweiten Platz erzielte: Heutige Musiker improvisieren live mit seinen Originalspuren und treten mit ihm in einen Dialog. So wird Harry Pepl auch für eine jüngere Generation auf der Bühne erlebbar.
Dieses Archiv dokumentiert Leben und Werk auf der Grundlage des Nachlasses und der Forschung: Biografie, Chronik, Diskografie, Werkverzeichnis, Personen, Pressearchiv und offene Daten. Herausgegeben wird es von seinem Sohn Daniel Pepl, der den Nachlass verwaltet.
Sein Leben Seine Musik Mit wem er spielte Real-time Composing
Gigant der Improvisation
He was an amazing guitarist, pianist and composer. His harmonic, rhythmic and sound concepts were very unique!
Einer der führenden Jazz-Gitarristen Europas
einer der prägenden Instrumentalisten der europäischen Jazzszene
In den siebziger Jahren gab es fast keinen schnelleren Jazzgitarristen in Europa als den Österreicher Harry Pepl.

Aus dem Nachlass · 2025
Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band
Das Album der 2018 neu formierten Live-Band, die Pepls Mehrspuraufnahmen von Tonband auf die Bühne bringt und dazu improvisiert; erschienen im Jahr von Pepls 80. Geburtstag.
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Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band

Harry Pepl Quartet

Harry Pepl's Lonely Single Swinger Band

Harry Pepl

Harry Pepl (Lonely Single Swinger Band)

Harry Pepl (tape) & Clemens Salesny / Martin Bayer / Peter Primus Frosch / Agnes Heginger
Das Archiv wächst laufend: Zeitungsberichte, Fotos und Aufnahmen aus dem Nachlass werden nach und nach digitalisiert.
Kleine Zeitung und Kronen Zeitung berichten über den Open-Music-Abend mit der Band.
Das Album erreicht beim Österreichischen Jazzpreis den 2. Platz in der Kategorie Best Album.
Christian Bakonyi widmet Harry Pepl am 6. September 2025 eine Ausgabe der Ö1 Jazznacht.