Pressearchiv
Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.
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26. November 1983 · Bericht
Tiroler Tageszeitung (Innsbruck), Jugendseite „Welt der Jugend“, Kolumne „TT-Discjockey“: „Hier und dort ...“
Holli Pop
Kolumne: Als Gegengewicht zu den Disco-Charts würdigt der Autor das Jazzzwio. Pepl und Pirchner hätten kürzlich in der Manhattan School of Music in New York ihr Können als Präsentation der gegenwärtigen österreichischen Szene gezeigt.
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4. Oktober 1983 · Kritik
Darmstädter Echo: „Im Keller hebt die Luftpost ab“ („Air Mail“ rockten zum ersten Mal in Darmstadt)
Kürzel „rom“
Konzertbericht im Darmstädter Echo, der Tageszeitung in Darmstadt (Hessen, Deutschland), vom Dienstag, 4. Oktober 1983, über den ersten Auftritt von Air Mail in Darmstadt. Es ist der bisher früheste bekannte Pressebeleg für den Bandnamen. Nachgewiesen im Jazz Index des Jazzinstituts Darmstadt; der Wortlaut liegt dem Archiv nicht vor.
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18. Juni 1983 · Kritik
Neue Zeit (Grazer Tageszeitung): „Das Jazz-Duo Pepl-Pirchner in Graz: Unverfälschtes und auch sehr individuell“
G. Wiesenthaner
Kritik des Konzerts des Jazzzwio am Donnerstag, 16. Juni 1983, im Grazer Studentenheim Münzgraben: Programm aus Stücken der neuen LP und älteren Kompositionen, dazu Pirchners Ansagen und Echo-, Flanger- und Phasing-Effekte der Gitarre.
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16. Juni 1983 · Kritik
Kleine Zeitung (Tageszeitung, Graz), Rubrik „Jazzkeller“: „Jazz-Zwillinge auf Erfolgskurs“
Werner Krause / Leo Lukas
Besprechung der ECM-LP von Pirchner, Pepl und DeJohnette (an einem Sonntagnachmittag aufgenommen) mit Ankündigung des Konzerts am selben Abend, Donnerstag, 16. Juni 1983, 20 Uhr, im Studentenhaus Münzgrabenstraße 59 in Graz. Die Zeitung gibt die Stimme eines Kritikers der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wieder.
Das darf es doch eigentlich gar nicht geben, daß im Nachbarland Österreich solche Meisterschaft quasi unbemerkt heranreift.
Zitat aus zweiter Hand: Die Kleine Zeitung gibt die Stimme eines Kritikers der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über das Jazzzwio und die ECM-LP mit Jack DeJohnette wieder.
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Juni 1983 · Kritik
Süd-Ost-Tagespost (Grazer Tageszeitung): „Air, love and vitamines“
A. P.
Kurzkritik des Jazzzwio-Konzerts im Münzgrabenheim im Juni 1983. Die Stücktitel tragen persönliche Erinnerungen, etwa „Air, love and vitamines“ (mit Bezug auf Eichendorff), „Leben eines Taugenichts“ und „African Godchild“ (nach Pirchners Patenkind). Pepl wird als wahrscheinlich künftiger Professor für Gitarre an der Grazer Jazzabteilung genannt.
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Mai 1983 · Interview
VOX musik hifi & video (Wiener Musikmagazin), Mai 1983: „Veredeltes Zwio“
K. G.
Gespräch der Redaktion mit Pepl und Pirchner über Jack DeJohnette und die ECM-LP: die Begegnung beim Jazzfestival Saalfelden (im Heft „’81“ genannt; das Archiv datiert die Jam Session auf September 1980), ein weiterer Gig in der Wiener Jazzspelunke, der Kontakt zu Manfred Eicher, der Studiotag, dazu Zukunftspläne (Saalfelden, Paris mit Harry Sokal und Dave Holland, ein nächstes ECM-Album mit DeJohnette und, wenn alles klappt, Keith Jarrett) und Plattentipps. Die Redaktion berichtet außerdem, das Zwio sei in Musikerkreisen höchst bekannt und geschätzt, darunter bei Chick Corea und Pat Metheny; von Metheny erzählt sie, er habe sich vor seinem Wien-Konzert die Platte von Pepl, Pirchner und DeJohnette in der Garderobe vorspielen lassen. Pirchner erklärt zudem, warum das Zwio auf englische Titel umgestiegen ist, und nennt den ursprünglichen Titel von „Air, Love and Vitamines“.
Den Jack hinter sich trommeln zu hören is des beste Gefühl von überhaupt.
Pepl im Gespräch mit VOX über das Spielen mit Jack DeJohnette, dem US-Schlagzeuger von Miles Davis und Keith Jarrett; wienerisch gefärbt („is des“: ist das).
Harry Pepl
… ›Der angschissene Wandersbursch‹, aber des kannst ja in Japan net bringen.
Pirchner erklärt, warum das Zwio auf englische Titel umgestiegen ist; zum Stück „Air, Love and Vitamines“, im Heft „Ait“ gedruckt. Wienerisch und derb: „angschissen“ heißt etwa übel dran; „net“: nicht.
Werner Pirchner
Und dann verriet uns der bescheiden-zurückhaltende Werner Pirchner die Top-Sensation. Beim nächsten ECM-Album des Zwios (Aufnahmedatum: ebenfalls Sommer) wird wieder Jack DeJohnette dabeisein – und wenn alles klappt (›Des kennt si’ leicht ergeben‹): Keith Jarret persönlich!
Ein Plan, der nicht verwirklicht wurde: Im Mai 1983 verriet Werner Pirchner der Redaktion, beim nächsten ECM-Album des Jazzzwio (Aufnahme im Sommer 1983) werde wieder Jack DeJohnette dabei sein und, wenn alles klappe, Keith Jarrett. Eine Aufnahme in dieser Besetzung ist nicht bekannt. „Des kennt si’ leicht ergeben“: Wienerisch für „das könnte sich leicht ergeben“.
VOX (Redaktion), nach Werner Pirchner
Erfreulich auch für das Zwio, daß sie vor allem in Musikerkreisen höchst bekannt und geschätzt sind; Chick Corea etwa und Pat Metheny, der sich die Pepl/Pirchner/DeJohnette-Platte vor seinem Wien-Konzert in der Garderobe spielen ließ, um sich jazzig einzustimmen.
Bericht der VOX-Redaktion, keine Aussage von Chick Corea oder Pat Metheny selbst: Corea und Metheny zählen zu den Musikern, bei denen das Zwio höchst bekannt und geschätzt sei. Nur von Metheny erzählt die Redaktion, er habe sich die ECM-Platte von Pepl, Pirchner und DeJohnette vor seinem Wien-Konzert in der Garderobe vorspielen lassen.
VOX (Redaktion)
Der Jack ist einfach die Nummer 1 im Schlagzeug, der kann mit jedem Musiker der Welt spielen
Pirchner im Gespräch mit VOX über Jack DeJohnette.
Werner Pirchner
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April 1983 · Pressetext
ECM Records, München (Presseinformation „ECM information“): „Werner Pirchner / Harry Pepl / Jack DeJohnette“ (ECM 1237)
Presseinformation des renommierten europäischen Jazzlabels ECM zur LP ECM 1237: Besetzung und Entstehung nach der zufälligen Begegnung des Duos Pirchner und Pepl mit Jack DeJohnette beim Saalfelden Festival 1980, dazu eine Charakteristik des Trios.
Der Spielwitz und der Erfindungsreichtum lassen das eingespielte Zwio an keiner Stelle routiniert wirken.
Aus der Presseinformation des Labels ECM zum Album von Pirchner, Pepl und DeJohnette.
ECM Records (Presseinformation zu ECM 1237)
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April 1983 · Interview
Zeitung, vermutlich Volksstimme (Wiener Tageszeitung), nicht belegt (Ausschnitt ohne Kopf; Foto Rainer Rygalyk): „Ein Zwio im Höhenflug“
Helmut Rizy
Interview mit Pepl und Pirchner zur neuen ECM-LP mit DeJohnette: die Saalfelden-Session im Herbst 1980, Montreux 1981, ein Festival in Italien, der Studiotag in Ludwigsburg und Plattenhinweise. Der Ausschnitt trägt ein Duofoto von Rainer Rygalyk. Die Zeitung ist am Ausschnitt nicht erkennbar; vermutet wird die Wiener Volksstimme, für die Rizy als Redakteur arbeitete.
Dadurch erhalten die Stücke eine Dichte, die den Eindruck eines ruhigen — beruhigenden — Schwebens vermittelt.
Aus dem Interview über die ECM-LP von Pirchner, Pepl und DeJohnette.
So schön ausgepolstert könnte so eine Schublade gar nicht sein, daß wir da hinein möchten.
Pirchner im Interview über die Einordnung des Jazzzwio in Stilschubladen.
Werner Pirchner
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März 1983 · Bericht
Unbekannte Zeitung (Ausschnitt ohne Kopf, Seite 9): Pat Metheny hört das Jazzzwio in der Jazzspelunke (Bildtext)
Bildtext zu einem Foto von Evelyn Tambour: Der amerikanische Gitarrist Pat Metheny, der nach seinem Erfolg im Wiener Konzerthaus zu einem Wiederholungskonzert nach Wien zurückgekehrt war, nutzt einen freien Abend und hört in der Jazzspelunke das Jazzzwio Pepl und Pirchner, das dort mit Marc Johnson und Joris Dudli spielt. Er sei, so der Bildtext, von der Kunst des Jazzzwios ebenso begeistert wie vom Lokal und beschließe kurzfristig, dort selbst zu spielen. Das Foto zeigt Metheny, Pirchner und Pepl; Medium und Erscheinungstag sind nicht bekannt, der März 1983 ist aus dem Zusammenhang erschlossen. Das Foto selbst wird nicht veröffentlicht, das Original ist nach Anmeldung einsehbar.
Metheny war nicht nur von der Kunst des Jazzzwios begeistert, sondern auch von der Spelunke.
Bildtext zu einem Zeitungsfoto: Der amerikanische Gitarrist Pat Metheny hört in der Wiener Jazzspelunke (Jazzclub) das Jazzzwio mit Marc Johnson und Joris Dudli und beschließt, dort selbst zu spielen; „Spelunke“ ist hier die Kurzform des Lokalnamens.
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Jänner 1983 · Bericht
Stereo (deutsche Musik- und Hi-Fi-Zeitschrift), Januar 1983, Seite 91: „Wenige Funken, viele Enttäuschungen“ (Deutsches Jazzfestival Frankfurt)
Festivalbericht vom Deutschen Jazzfestival Frankfurt (Oktober 1982): Bei nur zwei von 18 Gruppen habe es gefunkt, vor dem Auftritt von Paquito D’Rivera habe es großartige Duo-Musik von Pirchners und Pepls Jazzzwio gegeben.