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Harry Pepl * 1945  † 2005

Für Jazz-Interessierte

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Zehn Aufnahmen als Einstieg in die Musik von Harry Pepl, vom Duo mit Werner Pirchner über Benny Goodman, ECM und Air Mail bis zum Heimstudio und den Konzerten mit seinen Originalspuren.

Die Reihenfolge folgt der Entstehung. Besetzungen, Titel und Bezugsquellen stehen jeweils in der Diskografie.

1. Jazzzwio: „Gegenwind“ (1979)

Am 1. und 2. Dezember 1979 in einem kleinen Studio am Bisamberg aufgenommen: Harry Pepl an der Ovation-Gitarre, Werner Pirchner an Vibraphon und Marimba, ohne Bass und Schlagzeug. Hier ist zu hören, wie eng die beiden aufeinander eingespielt waren, bis zu Pirchners Pfeifen. Das Album erschien bei Mood Records.

2. Benny Goodman: „Berlin 1980“ (aufgenommen 1980)

Zwei Konzerte in der Berliner Philharmonie im November 1980 mit Goodmans Quartett. Pepl spielte bewusst schlicht, mit kleinem Verstärker und ohne Hall. Der Titel „Harry Pepl's Blues“ entstand spontan bei der Probe.

3. Pirchner, Pepl, Jazzzwio: „Live, Montreux 1981“

Den Auftritt beim Montreux Jazz Festival am 12. Juli 1981 nannte die Wochenpresse 1988 den ersten großen Schritt in Pepls internationaler Karriere. Die Aufnahme erschien zuerst bei WEA, 2009 gemeinsam mit einem Konzert aus Innsbruck (1984) und Video als „Live in Concerts“.

4. Werner Pirchner / Harry Pepl / Jack DeJohnette (ECM, 1983)

Im Juni 1982 an einem Nachmittag im Studio aufgenommen, nachdem DeJohnette 1980 in Saalfelden spontan beim Duo eingestiegen war. Das Album enthält die erste Aufnahme von „Air, Love & Vitamins“, das seither zu einem Standard des österreichischen Jazz geworden ist.

5. Air Mail: „Light Blues“ (1988)

Live im Juli 1987 in Wels aufgenommen, mit Wolfgang Puschnig, Mike Richmond und Wolfgang Reisinger. Die Band übte ihre Themen wie eine Popband im Unisono ein, um in der Improvisation frei zu sein. Im Titelstück „The Halley's Comet, Light Blue Blues“ wollte Pepl Harmonien und Rhythmus beim Spielen spontan verändern.

6. Pepl, Joos, Christensen: „Cracked Mirrors“ (ECM, 1988)

Pepl und der Flügelhornist Herbert Joos spielten im Februar 1987 in der Wachau, Jon Christensen nahm das Schlagzeug später in Oslo dazu auf. Es ist das erste Album, auf dem die MIDI-Gitarre den Klang prägt. Es erhielt 1988 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

7. „Schönberg Improvations“ (1990)

Klaviermusik ohne Pianisten: Pepl spielte die Stimmen über die MIDI-Gitarre in einen Bösendorfer-Computerflügel 290 SE ein, dazu kommen Dave Liebman, Wolfgang Reisinger und Johannes Enders. Ein Schlüsselwerk für sein Real-time Composing.

8. Harry Pepl Quartet: „N.Y.C. Impressure“ (aufgenommen 1992)

Im Juni 1992 in New York mit Claus Stötter, Paul Nowinski und Jojo Mayer aufgenommen, einen Tag nach einem Konzert in der Knitting Factory. Ein Autor der Salzburger Nachrichten nannte es 1994 das österreichische Jazzalbum des Jahres. Fullmax Recordings hat das Album 2020 neu veröffentlicht.

9. „Flow“ (1996)

Zwölf Stücke für Klavier solo, am 10. März 1996 im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins in einem Take eingespielt. Pepl wollte, dass man auf der CD auch den Raum hört. Wer weiterhören möchte: Das zweite Klavieralbum „Consequence“, im November 1995 in der Bösendorfer-Fabrik aufgenommen, erschien 2020 bei Fullmax Recordings.

10. „Harry Pepl's Lonely Single Swinger Band (Volume One)“ (2020)

Acht Stücke aus dem Heimstudio in Hernstein, Niederösterreich, in denen Pepl die Instrumente selbst Spur für Spur übereinanderschichtete, darunter „Dedicated To Michel Noiret's Stockhausen“, nach Heckel im August 2004 aufgenommen. Wie diese Spuren heute auf der Bühne klingen, zeigt das Album „Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band: Live“ von 2025 (Projekte).

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