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Harry Pepl * 1945  † 2005

Pressearchiv

Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

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Reihenfolge: Neueste zuerst · Älteste zuerst

  1. 17. Dezember 1988 · Kritik

    Eßlinger Zeitung (Ausgabe Samstag/Sonntag): „Perkussives“ (Joos, Pepl und Oxley)

    Christa Wörner

    Kritik zum Jahresausklang der Reihe „Jazz in der Dieselstraße“ mit Herbert Joos, Harry Pepl und Tony Oxley: Eingängige Melodien und Volksliedhaftes umrahmen abstrakte Strukturen, gespielt mit und gegen die Elektronik. Pepl spielt über seine Gitarre auch Trompete und Klavier und bringt ein Schlagzeugsolo auf der Gitarre zustande; Joos erinnert an Chet Baker, Oxley prägt den europäischen Charakter der Musik.

    Europäischer Jazz? Das Trio Herbert Joos, Harry Pepl und Tony Oxley lieferte dafür ein Beispiel.

    So brachte es Pepl fertig ein fulminantes Schlagzeugsolo auf der Gitarre zu spielen.

  2. 15. Dezember 1988 · Kritik

    Stuttgarter Zeitung: „Jazz im Zauberspiegel“ (Dieselstraße: Joos-Pepl-Oxley)

    lind

    Konzertkritik zum Trio Herbert Joos, Harry Pepl und Tony Oxley im Esslinger Kultur- und Kommunikationszentrum Dieselstraße. Der Autor beginnt mit kritischen Fragen zu Lautstärke, Zuspielband und versteckten Themen und beschreibt dann ein Verwirrspiel aus Free Jazz und balladesker Romantik, in dem das Publikum Pepls Gitarrensynthesizer als Bereicherung annahm; er verweist auf die Platte „Cracked Mirrors“.

    akzeptierte den Gitarren-Synthesizer von Harry Pepl als phantasievolle Klangbereicherung

    in einem Stück wie „Schikaneders Delight“ war auch durchaus mozarteische Heiterkeit im Spiel.

  3. 8. September 1988 · Porträt

    Die Steirische: „Vitaler Klangmaler“ (Das Künstlerporträt: Harry Pepl)

    Heimo Steps

    Porträt auf Seite 12 vom Manager von gamsbART (Grazer Konzertveranstalter), geschrieben anlässlich des Preises der deutschen Schallplattenkritik (deutsche Auszeichnung für herausragende Tonträger, vergeben von einer Kritikerjury) für „Cracked Mirrors“. Es erzählt unter anderem von der Zeit mit DeJohnette in Paris, der Filmmusik mit Benny Goodman und geplanten Projekten in Graz.

    Seine musikalischen Gemälde lassen sich gerne hören, zumal ihnen Sinnlichkeit und Wärme innewohnen.

    He is one of my favourites

    Mit dem Akkordeon aufgewachsen, verleugnet er unsere eigene musikalische Tradition nicht und läßt sie in seine Musik einfließen.

    Die große stilistische Vielfältigkeit und sein unverkennbar eigenwilliges Spiel, von der perfekten Beherrschung des Instruments ganz zu schweigen, bringen die prominentesten Musikerkollegen ins Schwärmen.

  4. 27. August 1988 · Sonstiges · EN

    Music Week (britische Musikfachzeitschrift): „New Albums“ (Neuerscheinungen vom 30. August bis 2. September 1988)

    Die Neuerscheinungsliste der britischen Musikfachzeitschrift führt „Cracked Mirrors“ von Harry Pepl, Herbert Joos (gedruckt „Joss“) und Jon Christensen für die Woche ab Dienstag, 30. August 1988, als Jazz-Album bei ECM/New Note, LP ECM 1356, CD 833 472-2. Es ist ein Branchennachweis der britischen Ausgabe, keine Kritik.

    PEPL, Harry/Herbert JOSS/Jón CHRISTENSEN CRACKED MIRRORS ECM/New Note ECM 1356/8334722"CD"

    Eintrag in der Liste „New Albums“ der britischen Musikfachzeitschrift Music Week für die Woche vom 30. August bis 2. September 1988: britische Ausgabe von „Cracked Mirrors“ bei ECM/New Note, LP ECM 1356, CD 833 472-2. „JOSS“ und „Jón“ wie gedruckt, gemeint sind Herbert Joos und Jon Christensen; eine Meldung, keine Kritik

  5. Mai 1988 · Pressetext

    ECM Records, München (Presseinformation): Harry Pepl / Herbert Joos / Jon Christensen: „Cracked Mirrors“

    ECM Records

    Zweiseitige Presseinformation des Labels zum Album (ECM 1356, CD 833 472-2, LP 833 472-1) mit Besetzung: Pepl an Gitarre, Roland-MIDI-Gitarrensystem und Klavier, Joos am Flügelhorn, Christensen am Schlagzeug. Der Text beschreibt das Album als Folge gebrochener Genres, von parodierter Pianistenseligkeit über verfremdete alpenländische Volksmusik bis zu Free Jazz im Geist Ornette Colemans, und hebt den sinnfälligen Einsatz der Elektronik hervor.

    drei Musiker aufeinandertreffen, die auch in avancierten Spieltechniken mit viel Sinnlichkeit und Wärme zu improvisieren imstande sind.

    Im Wind des Zeitgeistes steht dieses Album jedenfalls völlig quer.

  6. 22. April 1988 · Kritik

    Tageszeitung (Titel nicht erhalten): „Glanzvolle Dreieinigkeit“

    Robert Urman

    Kritik des Konzerts im Linzer Posthof: die neue Dreieinigkeit um Harry Pepl mit Herbert Joos und Jon Christensen. Urman beschreibt atemberaubende Saitenkunst, Vogelgezwitscher und synthetische Flötenklänge, liebevoll gefärbte Poesie bis zu einem Hauch von Gil Evans und eine elektronisch erzeugte Klangfülle orchestraler Dimension. Das Trio spielte am Erscheinungstag, einem Freitag, noch im Hotel Mader in Katsdorf.

    Glanzstücke einer Jazzgegenwart, gewitzt gestaltet von einem Trio der Extraklasse

    Die drei boten atemberaubende Saitenkunst, virtuos verwirklichte Visionen eigensinniger Elektronik-Mobilmachung

  7. April 1988 · Kritik

    Tageszeitung (Titel nicht erhalten): „Versierte Gefährten“ (Musikantendreieck der Extraklasse im Posthof)

    -a-

    Konzertkritik zum Auftritt von Harry Pepl mit Jon Christensen und Herbert Joos im Linzer Posthof am 20. April 1988. Der Autor lobt Intensität, Sinnlichkeit und Schärfe der Kompositionen, die eindringlich gespielten Soli und die verblüffend eingesetzte Elektronik und kündigt die bevorstehende ECM-Platte (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) des Trios an. Mit Foto von Nöbauer.

    Jazz-Österreichs Gitarrengröße von nicht nur in Europa den Ton mitangebenden Rang

    Elektronik wird von Harry Pepl auf verblüffende Weise ins Spiel gebracht.

  8. 10. Jänner 1988 · Porträt

    Kleine Zeitung: „Feldzug mit der Gitarre“

    Otmar Klammer

    Porträt auf Seite 18 über den Grazer Gitarreprofessor, der nach der Zeitung von Le Monde ein „Gigant der Improvisation“ genannt wurde. Es zeichnet den Weg von den Austrian Aces über Kommerzbands, Fledermausbar und ORF Big Band (ORF: österreichischer öffentlich-rechtlicher Rundfunk) bis zur Professur nach und nennt Aufnahmen mit DeJohnette, Holland, Saluzzi und Portal. Überliefert sind außerdem Äußerungen von Scofield und Abercrombie über Pepl.

    Der Gitarreprofessor zu Graz gilt international als einer der besten seines Faches.

    He's great, he's like a machine gun

    Der US-Jazzgitarrist John Abercrombie (ECM) über Pepls rasantes Spiel, als Lob gemeint; überliefert in der Kleinen Zeitung 1988

    John Abercrombie

    Gigant der Improvisation

    Le Monde

    international begehrter Meister der Improvisation

  9. 1988 · Sonstiges

    Pressespiegel (Collage, Zusammenstellung nicht bezeichnet): „Cracked Mirrors“: Kritiken aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien und Japan

    verschiedene (u. a. Ken Hyder, Christa Wörner, Robert Urman)

    Collage aus Besprechungen zu „Cracked Mirrors“ um ein Konzertfoto von Harry Pepl: die Kritik „Ausdrucksstark“ mit dem Hinweis auf die Vierteljahresliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik, Konzertkritiken aus Esslingen und Linz, eine französische Rezension, eine englische von Ken Hyder („a marvellous feel of understatement“) und eine japanische CD-Besprechung. Aus dieser Sammlung stammt das oft zitierte Urteil über Pepl als einen der innovativsten Gitarristen Europas.

    Harry PEPLs selbstverständliches und attraktives Spiel auf seiner Midi-Guitar schafft stete „aha“-Momente und weist ihn als einen der innovativsten Gitarristen des gesamteuropäischen Raumes aus.

    Als Meister der Sound-Malerei entpuppt sich der Jazz-Gitarrist Harry Pepl mit seinem neuen Album „Cracked Mirrors“