Pressearchiv
Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.
Filter aktiv
6 Einträge gefiltert · CSV der gefilterten Einträge
Neueste zuerst · Älteste zuerst
-
24. Dezember 1996 · Bericht
Wiener Zeitung (Seite 4, Rubrik „Jazzignal“): „Swinging Christmas!“
Christian Rösner
Weihnachtliche Umfrage unter österreichischen Jazzmusikern nach ihrer Musik zum Heiligen Abend, unter anderen Peter Legat, Andy Manndorff, Harry Sokal, Art Farmer und Christian Muthspiel. Der „Supergitarrero“ Pepl antwortet spontan mit „Stille Nacht“ und nennt daneben Sting, Jack DeJohnette, Weather Report und Klassik.
Was ich zu Weihnachten höre? Na, Stille Nacht!
Seine spontane Antwort auf eine Weihnachtsumfrage der Wiener Zeitung unter Jazzmusikern, 1996; daneben nannte er Sting, Jack DeJohnette, Weather Report und Klassik
Harry Pepl
-
18. Oktober 1996 · Bericht
Der Standard (Seite 706): Veranstaltungstipp „Ballett“ (steirischer herbst: 13. Jugendmusikfest Deutschlandsberg)
Kürzel „knei“
Veranstaltungshinweis: Beim 13. Jugendmusikfest Deutschlandsberg im Rahmen des steirischen herbstes (Festival für zeitgenössische Kunst in der Steiermark) wird im Laßnitzhaus Pepls „Exzentrik Egometrik“ uraufgeführt, am Samstag, 19. Oktober 1996, und am Sonntag, 20. Oktober, gespielt vom Altenberg-Trio. Im Anschluss zeigt das Österreichische Ballett Theater Ernst Widmers „Die letzte Blume“.
Zur Uraufführung gelangt Harry Pepls „Exzentrik - Egometrik“.
-
25. April 1996 · Interview
Tiroler Tageszeitung (Ressort Kultur): „Den Musikern vorsingen, mit ihnen atmen“ (Werner Pirchner feiert in Kufstein sein Debüt als Konzertdirigent)
Rainer Lepuschitz
Gespräch mit Werner Pirchner vor seinem Debüt als Konzertdirigent mit der Camerata academica in Kufstein. Der Text erinnert daran, dass Pirchner genau 20 Jahre zuvor in Kufstein sein erstes Konzert als Vibraphonist gegeben habe, mit dem Jazzzwio zusammen mit Harry Pepl.
Denn in Kufstein hat er auch, genau vor 20 Jahren, sein erstes Konzert als Vibraphonist mit dem JazzZwio zusammen mit Harry Pepl gehabt.
-
26. Februar 1996 · Kritik
Kronen Zeitung (Seite 16): „Mythos und Zielpunkte“
Besprechung zweier CDs von Günter Meinharts STUDIO PERCUSSION graz. Die Extraplatte 242 mit Stücken von Pepl, Wolfgang Muthspiel und Armin Pokorn bietet nach dem Text farbkräftigen, elektronisch gestützten Ausdruck; Pepl schrieb „albträumerische Filmmusik“.
Farbkräftiger, elektronisch gestützter Ausdruck mit enormer Bandbreite
-
1996 · Sonstiges
PAO Records (CD-Booklet, CD 10140-2): Booklettext zu „Flow“
Georg Pepl
Booklettext von Georg Pepl, Musikwissenschafter und älterer Sohn Harry Pepls, zum Solo-Klavieralbum „Flow“ (aufgenommen am Sonntag, 10. März 1996, im Brahmssaal des Wiener Musikvereins), im Booklet auch in der englischen Übersetzung von Stephen Ferguson. Der Text stellt den Improvisator am Klavier als Sinnbild der Vereinzelung und der Freiheit dar und zieht die Linie von den „Freien Phantasien“ Carl Philipp Emanuel Bachs über Mozart und Beethoven zum Jazz, der der „improvisatorischen Flut“ Dämme baue. Das Fließen, das dem Album den Namen gibt, deutet er mit Rousseaus „Träumereien eines einsamen Spaziergängers“, Goethes „Werther“, Freuds „ozeanischem Gefühl“ und Herbert Marcuse. Pepl genieße beim Klavierspiel das Aufgehen im Augenblick, die Töne strömten „ganz von alleine, als Silent Water oder als Flow“; in „Grace & Gary“ und „2 Klavierpianos“ improvisierte er zur ersten Klavierspur eine zweite hinzu. Zu den Titeln: „Man könnte Klavierspielen müssen“ als Reminiszenz an Glenn Gould, „Improv 2“ an Schuberts Impromptus, „Grace & Gary“ an den Film „Zwölf Uhr Mittags“; zu „3 Mo“ zitiert er Pepl selbst („mottig, mollig, momentig“). Der deutsche Text ist als Text-PDF frei zugänglich, die englische Fassung von Stephen Ferguson für angemeldete Zugänge.
Harry Pepl genießt beim Klavierspiel das Aufgehenkönnen in der Stimmung des Augenblicks, das Eintauchen in einen anderen Zustand. Die Töne machen sich selbständig, strömen ganz von alleine, als Silent Water oder als Flow.
In seiner Titelgebung zeigt sich Pepl als zutiefst musikalischer und romantischer Künstler: Musikalisch ist sein Spielen mit der Sprache, das Lauschen auf ihren Rhythmus, ihre Doppeldeutigkeiten.
Der Improvisator löst sich auf in der Welt der Töne, der Klavierspieler verschmilzt mit dem Klavier, hört auf, Subjekt zu sein.
3 Mo steht für mottig, mollig, momentig. Mottig, weil die Musik so klingt, als würden die Motten auf der Lauer liegen.
Wortspiel über sein Klavierstück „3 Mo“ auf dem Album „Flow“ (1996), mit Anklängen an Motten, Moll und Moment
Harry Pepl
-
1996 · Pressetext
Infoblatt (Pressematerial, 5 Seiten): Infos Harry PEPL
Undatiertes Biografie-Infoblatt, frühestens 1996 entstanden. Es enthält Kurzbiografie, Zusammenarbeiten, Festivals und eine Diskografie, die Methode des Real-Time-Composing und eine Werkliste mit Uraufführungen für Ensemble Wien, Ensemble Kontrapunkte, Kronos Quartet, STUDIO PERCUSSION und Artis-Quartett.
tritt seit 1984 als Komponist europäischer zeitgenössischer Kunstmusik hervor