Pressearchiv
Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.
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7. Dezember 2005 · Nachruf
Salzburger Nachrichten (Seite 14, Kultur): „Gestorben: Harry Pepl“ (Rubrik „Gestorben“)
Nachruf in der Rubrik „Gestorben“: Pepl habe längst als einer der eigenständigsten und kreativsten Gitarristen der europäischen Jazzszene gegolten. Genannt werden das Zwio mit Werner Pirchner, Projekte mit Benny Goodman, Jack DeJohnette, Dave Holland und Dave Liebman sowie das Real-time Composing in der Tradition der Zweiten Wiener Schule.
galt er längst als einer der eigenständigsten und kreativsten Gitarristen der europäischen Jazzszene
spielte originell und hinterfotzig mit Heimatklischees
Im „Zwio“ mit Komponist und Vibraphonist Werner Pirchner setzte er sich seit den 70er Jahren über musikalische Konventionen hinweg und spielte originell und hinterfotzig mit Heimatklischees.
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7. Dezember 2005 · Nachruf
Süddeutsche Zeitung (Seite 17, Feuilleton): „Verstummte Saiten“ (Zum Tod des Wiener Jazzgitarristen Harry Pepl)
Ralf Dombrowski
Nachruf aus München: Die Musikhochschule Graz holte Pepl 1977, im selben Jahr begann das Zwio mit Werner Pirchner über Österreich hinaus Aufsehen zu erregen; es folgten Jahre mit Jack DeJohnette, Dave Holland, Dino Saluzzi, Charlie Mariano und Lee Konitz. Dombrowski beschreibt einen Spielstil mit ausladenden Spannungsbögen, unerwarteten Harmoniefolgen und klaren, stellenweise metallischen Sounds.
Schüler wie Wolfgang Muthspiel zählen ihn bis heute zu den wichtigsten Impulsgebern der neueren europäischen Jazzgeschichte.
Im Dialog führten die beiden die kammerjazzige Kleinform zu einer bislang ungeahnten kommunikativen Intensität.
Er prägte einen Spielstil, der mit ausladenden Spannungsbogen, unerwarteten Harmoniefolgen und klaren, stellenweise metallischen Sounds melodisch und rhythmisch das Ausdrucksspektrum seines Instruments erweiterte.
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6. Dezember 2005 · Nachruf
Kleine Zeitung (Seite 55, Kultur): „Auch die 2. Hälfte vom ‚Jazzzwio‘ ist nicht mehr“
Michael Tschida
Nachruf, der Pepl als einen „ganz Großen“ der Jazzwelt würdigt: von den ersten Sporen in der ORF Big Band über Auftritte mit Benny Goodman, Dino Saluzzi und Jack DeJohnette bis zum Jazzzwio mit Werner Pirchner, seinem „Bruder im Geiste“. Tschida beschreibt, wie Pepl mit dem Real-time Composing die Gitarrentechnik revolutionierte, und empfiehlt zum Nachhören „Pepl/Pirchner live in Montreux '81“.
Die Jazzwelt verliert mit dem gebürtigen Wiener einen ganz Großen
Wir waren beide gleich verrückt und probierten gern komische Sachen aus.
Über das Jazzzwio, sein Duo mit dem Vibrafonisten Werner Pirchner, das für Witz und Humor auf der Bühne bekannt war
Harry Pepl
Ich bin oft sehr lustig und dann wieder sehr traurig. Das hört man wohl auch in meinem Spiel
Selbstbeschreibung, zitiert im Nachruf der Kleinen Zeitung, Dezember 2005
Harry Pepl
Seriöser war das Komische im Jazz nie.
Über den Humor des Jazzzwio von Pepl und Werner Pirchner
einen ganz Großen, der als Teenager mit Tanzarrangements begann und in seiner Hochzeit die Gitarrentechnik mit „real time composing“ revolutionierte
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6. Dezember 2005 · Nachruf
Kurier (Seite 31, Kultur): „Harry Pepl gestorben“ (Rubrik „Überblick“)
Kurznachruf: Pepl habe sich nach dem Studium an der Musikhochschule Wien rasch in die erste Liga der europäischen Gitarristen gespielt. Seine größte Zeit sieht der Kurier in den 1980er Jahren mit dem Pirchner-Pepl-JazzZwio, das wegen seines vollen Klangs den Ehrentitel „Jazz-Orchester mit zwei Mann“ trug.
spielte sich rasch in die erste Liga der europäischen Gitarristen empor
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6. Dezember 2005 · Nachruf
OÖ Nachrichten (Seite 22, Kultur): „Jazzer Harry Pepl gestorben“ (Meldung unter „Harry bleibt vorne“)
Kurznachruf, der Pepl zu den besten Gitarristen der Gegenwart zählt und an das Wort von Le Monde vom „Giganten der Improvisation“ erinnert. Er hebt hervor, dass Pepl trotz seines internationalen Renommees regionalen oberösterreichischen Jazzfestivals wie Raab treu blieb; als Sterbeort nennt er irrtümlich ein Wiener Spital.
Er zählte zu den besten Gitarristen der Gegenwart und wurde vielfach als „Gigant der Improvisation“ (u. a. in „Le Monde“) bezeichnet
Trotz seines internationalen Renommees war er stets auch regionalen oö. Jazzfestivals (etwa Raab) in engagierter Verbundenheit treu geblieben.
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24. Juli 2002 · Porträt
Falter (Seite 55, Kultur): „Leiwand oder ned leiwand“ (Doppelporträt Muthspiel & Muthspiel und Jazzzwio)
Klaus Taschwer
Doppelporträt vor der Premiere des Programms „Muthspiel & Muthspiel play Pepl/Pirchner“ beim Festival Glatt & Verkehrt. Wolfgang Muthspiel, der in Graz bei Pepl Gitarre studierte, erinnert sich an Stunden „wie ein erweitertes Konzert“ und an Pepls lakonisches Urteil „leiwand“ oder „net leiwand“; für Christian Muthspiel wirkte das Jazzzwio „wie eine Befreiung“.
Pepl war einer der interessantesten Gitarristen im Jazz. Das sagen auch große Musiker wie Dave Liebman oder Jack DeJohnette.
Der Gitarrist Wolfgang Muthspiel, einst Schüler Pepls in Graz
Wolfgang Muthspiel
Die Stunden bei ihm am Konservatorium waren wie ein erweitertes Konzert.
Wolfgang Muthspiel
Pepl und Pirchner vermittelten uns, dass man genau die Musik machen kann, die man machen will.
Der Posaunist und Komponist Christian Muthspiel über das Jazzzwio als Vorbild seiner Generation
Christian Muthspiel
jetzt beim Wiederhören merkte ich wieder, wie großartig Pepl und Pirchner gespielt haben. Das war Improvisation im besten Sinn.
Wolfgang Muthspiel
Er hat mir was vorgespielt, ich musste mitspielen - und er kommentierte dann alle paar Takte, wie es läuft. In seinen Worten hieß das dann lakonisch entweder ‚leiwand‘ oder ‚net leiwand‘.
Wolfgang Muthspiel
Die Zeit, in der ich bei Pepl gelernt habe, war sehr prägend. Die Stunden bei ihm am Konservatorium waren wie ein erweitertes Konzert.
Wolfgang Muthspiel
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15. August 2001 · Bericht
Falter (Seite 49, Kultur): „Leben nach dem Tod“ (Werner Pirchner, 1940 bis 2001)
Nachruf auf Werner Pirchner. Er würdigt das Jazzzwio mit Pepl als weit über Österreich hinaus erfolgreiches Duo mit Auftritten bei den Festivals in Berlin und Montreux, Duo-Platten, einer Aufnahme mit Jack DeJohnette und dem Quartett Austria Drei mit Adelhard Roidinger.
Vor allem aber bildete er mit dem Gitarristen Harry Pepl das weit über die Landesgrenzen erfolgreiche „Jazz-Zwio“.