Pressearchiv
Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.
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4. Dezember 2009 · Sonstiges · EN
Jazzrytmit (finnische Jazzzeitschrift, online): „Hans Koller Jazz Prize Winners 2009“
Harald Justin
Englischsprachige Bekanntgabe der Hans-Koller-Preise 2009 (österreichische Jazzpreise, benannt nach dem Saxophonisten Hans Koller, gefördert unter anderem von der Stadt Wien und dem österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur) auf der Website der finnischen Jazzzeitschrift Jazzrytmit. Den European Jazz Prize 2009 erhielt der italienische Trompeter Enrico Rava; die Würdigung von Harald Justin nennt unter Ravas zahlreichen Bandprojekten an erster Stelle die mit Harry Pepl, vor Dino Saluzzi, Ray Anderson, Albert Mangelsdorff und Lee Konitz. Zwei weitere Preisträger kommen aus Pepls Umfeld: Wolfgang Reisinger, Schlagzeuger von Air Mail, als Musiker des Jahres und Clemens Salesny, der seit 2015 die posthumen Projekte mit Pepls Tonspuren gestaltet, als Newcomer des Jahres. Die Verleihung war für Samstag, 27. März 2010, im Wiener Jazzclub Porgy & Bess angekündigt.
has undertaken a host of band projects with Harry Pepl, Dino Saluzzi, Ray Anderson, Albert Mangelsdorff, Lee Konitz
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7. Dezember 2005 · Nachruf
Süddeutsche Zeitung (Seite 17, Feuilleton): „Verstummte Saiten“ (Zum Tod des Wiener Jazzgitarristen Harry Pepl)
Ralf Dombrowski
Nachruf aus München: Die Musikhochschule Graz holte Pepl 1977, im selben Jahr begann das Zwio mit Werner Pirchner über Österreich hinaus Aufsehen zu erregen; es folgten Jahre mit Jack DeJohnette, Dave Holland, Dino Saluzzi, Charlie Mariano und Lee Konitz. Dombrowski beschreibt einen Spielstil mit ausladenden Spannungsbögen, unerwarteten Harmoniefolgen und klaren, stellenweise metallischen Sounds.
Schüler wie Wolfgang Muthspiel zählen ihn bis heute zu den wichtigsten Impulsgebern der neueren europäischen Jazzgeschichte.
Im Dialog führten die beiden die kammerjazzige Kleinform zu einer bislang ungeahnten kommunikativen Intensität.
Er prägte einen Spielstil, der mit ausladenden Spannungsbogen, unerwarteten Harmoniefolgen und klaren, stellenweise metallischen Sounds melodisch und rhythmisch das Ausdrucksspektrum seines Instruments erweiterte.