Pressearchiv
Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.
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18. Dezember 2019 · Kritik · IT
Tracce di Jazz (Blog): „Ritornare a ….”Volver”“
andbar
Albumbesprechung im italienischen Jazzblog Tracce di Jazz („From jazz-fans to jazz-fans“). Der Autor andbar stieß gebraucht auf „Volver“, das 1986 aufgenommene Album des italienischen Trompeters Enrico Rava und des argentinischen Bandoneonisten Dino Saluzzi beim renommierten europäischen Jazzlabel ECM, mit Harry Pepl (Gitarre), Furio Di Castri (Kontrabass) und Bruce Ditmas (Schlagzeug). Er hält die Platte für etwas unterschätzt und einer Wiederentdeckung wert. Das Eröffnungsstück „Le but du souffle“ beginnt für ihn mit einem leisen Selbstgespräch der E-Gitarre; „Tempos de ausencias“ nennt er ein Destillat argentinischer Melodik, von Pepls Gitarre nur leicht gesprenkelt. In Pepls Komposition „Ballantine for Valentine“ hört er einen freien Ausbruch im Geist von Ornette Coleman, dem Wegbereiter des Free Jazz, der die ruhige Grundstimmung der Platte aufbricht und ihren Horizont erweitert. Am Sonntag, 22. Dezember 2019 antwortete ein zweiter Autor des Blogs mit Ravas Erinnerung an die Aufnahmesitzung.
“Tempos de ausencias” un distillato di melodia argentina appena screziato dalla chitarra di Pepl
andbar im italienischen Jazzblog Tracce di Jazz über „Tempos de ausencias“ auf „Volver“, dem 1986 aufgenommenen ECM-Album von Enrico Rava und Dino Saluzzi mit Pepl an der Gitarre. Auf Deutsch: „„Tempos de ausencias“, ein Destillat argentinischer Melodik, von Pepls Gitarre nur leicht gesprenkelt“
“Ballantine for Valentine” , strappo free ornettiano che spezza le pacate atmosfere dominanti del disco
andbar über Pepls Komposition „Ballantine for Valentine“, sein einziges Stück auf „Volver“; „ornettiano“ spielt auf Ornette Coleman an, den Wegbereiter des Free Jazz. Auf Deutsch: „„Ballantine for Valentine“, ein freier Ausbruch à la Ornette, der die ruhige Grundstimmung der Platte aufbricht“
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15. November 2018 · Kritik
Kleine Zeitung: „Auratisch: Zwei fünfte Männer“
Otmar Klammer
Konzertkritik zum Auftritt von Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band beim Austrian Soundcheck im Grazer Tube's (Dienstag, 13. November 2018). Clemens Salesny nennt die Band ein Quintett, weil Markus Wallner hinter Mischpult und Laptop die Einspielungen steuert; der eigentliche fünfte Mann aber sei Pepl, der „in wenigen Tagen auch schon 13 Jahre schmerzlich vermisst“ werde. Salesny, Andi Schreiber (Geige), Martin Bayer (Gitarre) und Valentin Duit (Schlagzeug) greifen Pepls Duktus auf; am stärksten wirkt die Band in den Stücken über Pepls groovigen ostinaten Bassfiguren.
Der eigentliche fünfte Mann, der diese Musik einst auf Instrumenten sonder Zahl in Echtzeit komponierte
Ansonsten galt: je kleiner das Format, umso mehr Pepl.
Der eigentliche fünfte Mann, der diese Musik einst auf Instrumenten sonder Zahl in Echtzeit komponierte, wird in wenigen Tagen auch schon 13 Jahre schmerzlich vermisst.
Facettenreicher Exkurs durch den Pepl-Kosmos.
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18. Dezember 2017 · Kritik · EN
Guitar Moderne (Online): „Harry Pepl: The One That Almost Got Away“
guitar moderne
Kurzer Beitrag im amerikanischen Onlinemagazin für experimentierfreudige Gitarristen. Der Autor entdeckte Pepl 1986 auf dem ECM-Album (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) „Volver“ von Enrico Rava und Dino Saluzzi: Sein Klang erinnere an Metheny, sei im Anschlag aber härter und im Ausdruck freier. Er empfiehlt „Cracked Mirrors“, das auch heute frisch klinge.
His chorused sound and fluidity were reminiscent of Metheny, but his attack was harder and his sensibility was decidedly more “out.”
Check out “Cracked Mirror” to hear how his playing in 1988 sounds fresh even today.
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25. November 2017 · Kritik · JA
ジャズCDの個人ページ ECM Blog (kudoecm.blog.jp): „Cracked Mirrors/Harry Pepl(G, G Synth, P)/Herbert Joos(Flh)/Jon Christensen(Ds)(ECM 1356)“
kudojazz
Besprechung im japanischen Blog „ジャズCDの個人ページ ECM Blog“ (etwa „Persönliche Jazz-CD-Seite, ECM-Blog“), in dem der Autor kudojazz die Platten des renommierten europäischen Jazzlabels ECM nach Katalognummern bespricht. Er nennt die Aufnahme vom Februar 1987 mit Harry Pepl (Gitarre, Gitarrensynthesizer, Klavier), dem deutschen Flügelhornisten Herbert Joos und dem norwegischen Schlagzeuger Jon Christensen und hält fest, dass sechs der acht Stücke von Pepl stammen und zwei („Wolkenbilder 1“ und „Wolkenbilder 2“) von Joos. Das Album verbinde Passagen, die nach freier Improvisation klingen, mit pastoralen; je nach Stück erzeuge das Roland-MIDI-Gitarrensystem eine Weite wie ein Synthesizer. Zu Pepls Stücken notiert er deutlich freie Züge mit feinen Riffs und weiten Synthesizerflächen in „Reflections in a Cracked Mirror“, eine kleine Ballade mit sanfter Flügelhornmelodie in „Schikaneder Delight“, viel Raum und Freiheit in „Die alte Mär und das Mann“, ein sehr schnelles, mechanisch freies Spiel in „More Far Out Than East“, eine Melodie, die über der zackigen Gitarre schwebt, in „Purple Light“ und eine ruhige, vom Klavier getragene Melodie in „Tintenfisch Inki“.
フリー・インプロヴィゼーションぽい部分と牧歌的な部分とがあります。
kudojazz in seinem japanischen Blog über ECM-Platten zu „Cracked Mirrors“ (ECM 1356, aufgenommen im Februar 1987) mit Herbert Joos und Jon Christensen. Auf Deutsch: „Es gibt Passagen, die nach freier Improvisation klingen, und pastorale Passagen.“
曲によってローランド・ミディ・ギター・システムがシンセのような広がりを出しています。
kudojazz über den Klang von Pepls Roland-MIDI-Gitarrensystem auf „Cracked Mirrors“ (ECM 1356, 1987). Auf Deutsch: „Je nach Stück erzeugt das Roland-MIDI-Gitarrensystem eine Weite wie ein Synthesizer.“
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19. Mai 2016 · Kritik
Jazzpages (Online): „INNtöne 2016 – Rückschau mit Bildern“
Frank Schindelbeck
Festivalbericht mit Fotos vom INNtöne Jazzfestival 2016 auf dem Hof von Paul Zauner in Diersbach. Als Höhepunkt des zweiten Festivaltages beschreibt der Autor das Projekt von Agnes Heginger, Clemens Salesny, Martin Bayer und Peter Primus Frosch, bei dem Aufnahmen aus Pepls Heimstudio zugespielt wurden und die Band mit ihnen in einen Dialog trat. Er verweist auf die Doppel-CD bei Fullmax Recordings.
Die vier Musiker auf der Bühne spielten so exzellent mit Pepls Nachlass, dass ohne die zugehörige Geschichte und mit geschlossenen Augen ein Quintett auf der Bühne hätte stehen können.
Ein überaus gelungener Tribut an einen der wichtigen Jazzmusiker Österreichs.
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17. Mai 2016 · Kritik
Der Standard (Online): „Inntöne: Expressive Gelassenheit“ (Al Foster und das Harry-Pepl-Projekt)
Ljubiša Tošić
Festivalbericht von den INNtönen in Diersbach (Oberösterreich, Österreich) zu Pfingsten 2016. Nach dem Al Foster Quartet beschreibt Ljubiša Tošić ein Quintett mit einer Besonderheit: Neben Clemens Salesny, Agnes Heginger, Martin Bayer und Peter Primus Frosch war, vom Band aus, auch Harry Pepl dabei, dessen im Heimstudio eingespielte Ideen das Fundament einer hochenergetischen Mischung bildeten; Tošić nennt den Abend eine impulsive Hommage an einen Großen des europäischen Jazz. Gedruckt in der Ausgabe vom 18. Mai 2016, S. 30.
Al Foster und das Harry-Pepl-Projekt
Der verstorbene Großmeister der impulsiven Improvisation
Eine impulsive Hommage an einen Großen des europäischen Jazz.
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2016 · Kritik
Jazzpodium: „Harry Pepl & Clemens Salesny, Martin Bayer, Peter Primus Frosch, Agnes Heginger, Fullmax15-01 CD“
Alexander Schmitz
Besprechung der Doppel-CD von 2015 in der deutschen Jazzzeitschrift Jazzpodium, vermutlich 2016. Schmitz erinnert an Le Mondes „Gigant der Improvisation“, Scofields „machine gun“, das Jazzzwio, Air Mail und die MIDI-Gitarre, die das Real Time Composing erst ermöglichte. Er beschreibt zwölf erstveröffentlichte Selbstgespräche aus der Lonely Single Swinger Band und 13 Pepl-Kompositionen im neuen Gewand mit Clemens Salesny, Martin Bayer, Peter Primus Frosch und Agnes Heginger, als Gäste Herbert Joos, Alex Meissl und Clemens Wenger.
die jetzt den Namen des großen Wiener Gitarristen Harry Pepl mit einem ebenbürtigen Projekt ins Bewusstsein zurückbringt
Es gibt auch gar nichts zu sagen, das auch nur annähernd dieses späte, grandiose Pepl-Spektakel erfassen könnte.
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20. Dezember 2015 · Kritik
Kurier (Diskothek, CDs der Woche): „Salesny, Bayer, Frosch und Heginger: Harry Pepl“
Werner Rosenberger
CD der Woche mit fünf Sternen: Junge österreichische Musiker erinnern zum zehnten Todestag an Harry Pepl; die Doppel-CD bringt teils Bekanntes und teils unveröffentlichtes Material der „Harry Pepl's Lonely Single Swinger Band“, entstanden von 1996 bis 2005.
Der Wiener Gitarrist und musikalische Grenzgänger war eine Klasse für sich
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13. November 2012 · Kritik · EN
ECM Reviews (Between Sound and Space: ECM Records and Beyond): „A second look: Pirchner/Pepl/DeJohnette (ECM 1237)“
Tyran Grillo
Neubewertung des ECM-Albums (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) von 1983, knapp ein Jahr nach der eigenen kritischen Rezension vom 20. Dezember 2011. Nach Widerspruch von Lesern habe er das Album immer wieder gehört und ihm anfangs nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt, schreibt Grillo. Jetzt hebt er die Tiefe von Pepls Talent, das Zusammenspiel von Pepl und Pirchner als Kern des Trios und Pepls Soli hervor und nennt die Platte „this curious little gem“; nur bei der Klangbearbeitung der Ovation-Gitarre bleibt er bei seiner ersten Meinung.
I simply did not give this date the attention it deserves.
The depth of Pepl’s talent, now that I’m more familiar with it, is immediately evident in the spaciousness of his evocations.
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16. Jänner 2012 · Kritik · EN
ECM Reviews (Between Sound and Space: ECM Records and Beyond): „Pepl/Joos/Christensen: Cracked Mirrors (ECM 1356)“
Tyran Grillo
Rezension des ECM-Albums (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) von 1988 mit Harry Pepl (Gitarre, Roland-MIDI-Gitarrensystem, Klavier), Herbert Joos und Jon Christensen. Der Rezensent nennt das Album ein weit besseres Schaufenster für Pepls innovatives Spiel als die ECM-Platte mit Pirchner und DeJohnette und hebt Joos' „Wolkenbilder“, die MIDI-Passagen und Pepls Klavier im Schlussstück hervor. Die Seite zeigt als Datum der Aktualisierung den 18. Juli 2021. Seinen ersten Eindruck vom Album mit Pirchner und DeJohnette nennt Grillo hier selbst „faulty impressions“.
a far better showcase for Pepl’s innovative talents
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2012 · Kritik · EN
AllMusic (US-Musikdatenbank mit Kritiken, gegründet 1991): AllMusic Review: „Volver“
Scott Yanow
Kurzkritik in AllMusic, der 1991 gegründeten US-Musikdatenbank mit Kritiken, zum ECM-Album „Volver“ des Quintetts von Enrico Rava und Dino Saluzzi, aufgenommen im Oktober 1986 im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg, mit Harry Pepl an der Gitarre, Furio Di Castri am Bass und Bruce Ditmas am Schlagzeug. Der US-Jazzkritiker Scott Yanow findet, dass Ravas introvertiertes, innerlich leidenschaftliches Spiel gut zu Saluzzis modernen Tangos passt; das Ergebnis sei recht zugänglich und doch suchend, „An intriguing set“. AllMusic vergibt 3 von 5 Sternen. Die Kritik ist nicht datiert und spätestens seit 2012 online; die Titelliste führt Pepls „Ballantine for Valentine“ als Titel 5.
Rava’s introverted yet inwardly passionate playing matches well with Saluzzi’s modern tangos, and the results are fairly accessible yet still exploratory.
Über das ECM-Album „Volver“ (aufgenommen 1986) des Quintetts von Enrico Rava und Dino Saluzzi, in dem Harry Pepl Gitarre spielt und mit seinem Stück „Ballantine for Valentine“ vertreten ist
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20. Dezember 2011 · Kritik · EN
ECM Reviews (Between Sound and Space: ECM Records and Beyond): „Pirchner/Pepl/DeJohnette: s/t (ECM 1237)“
Tyran Grillo
Gemischte Rezension des ECM-Albums (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) von 1983, aufgenommen im Juni 1982 im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg, mit Werner Pirchner, Harry Pepl und Jack DeJohnette. Kritisiert werden der Chorus-Effekt der Ovation-Gitarre und die mangelnde Verständigung der drei Musiker; als Stärke gelten Pepls Soli und das Schlussstück „Better Times In Sight“. Die Seite zeigt als Datum der Aktualisierung den 10. Februar 2015. Knapp ein Jahr später, am 13. November 2012, revidierte Grillo sein Urteil in „A second look“.
When soloing, however, it sounds fantastic
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8. Juli 2010 · Kritik · EN
ECM Reviews (Between Sound and Space: ECM Records and Beyond): „Adelhard Roidinger: Schattseite (ECM 1221)“
Tyran Grillo
Rezension des einzigen ECM-Albums (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) von Adelhard Roidinger, aufgenommen im November 1981 im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg, mit Heinz Sauer, Bob Degen, Harry Pepl, Werner Pirchner, Aina Kemanis und Michael DiPasqua. Grillo lobt den luftigen, atmosphärischen Klang, Pepls weiche Gitarrenlinien im Eröffnungsstück und das an Pat Metheny erinnernde Spiel in „Loveland“ und wünscht sich dringend eine Wiederveröffentlichung.
The fantastic sax solo and Metheny-esque picking lend even more elegance to the track’s progressive sound.