Zum Inhalt
Harry Pepl * 1945  † 2005

Pressearchiv

Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

Filter aktiv

3 Einträge gefiltert · CSV der gefilterten Einträge

Reihenfolge: Neueste zuerst · Älteste zuerst

  1. 16. März 1985 · Kritik · EN

    Billboard (US-Musikfachzeitschrift mit den Branchen-Charts, gegründet 1894): Album Reviews, Jazz-Fusion: „Werner Pirchner / Harry Pepl / Jack DeJohnette“ (Recommended)

    In der Ausgabe vom Samstag, 16. März 1985 (Vol. 97, Nr. 11), bespricht Billboard, die 1894 gegründete US-Musikfachzeitschrift mit den maßgeblichen Charts der Branche, auf S. 66 in den Album Reviews unter Jazz-Fusion das ECM-Album (ECM 1237, über PolyGram Special Imports) und stuft es als „Recommended“ ein; so bezeichnet Billboard Neuerscheinungen, denen die Redaktion einen Platz in den Charts ihres Formats zutraut, und Alben von besonderer Qualität. Die nicht namentlich gezeichnete Kurzkritik nennt Pirchner einen Stilisten an den Schlägeln, Pepl einen Akustikgitarristen und DeJohnette einen Meister des Timings und beschreibt eine zarte, stimmungsreiche Kammerjazz-Aufnahme, die an die stärksten frühen Produktionen von Manfred Eicher, dem Gründer und Produzenten von ECM, in diesem Feld erinnere. Zur selben Zeit stellte DownBeat das Album im Heft April 1985 ganzseitig vor; dazu gibt es einen eigenen Eintrag im Pressearchiv.

    a delicate chamber jazz set rich in moods; recalls producer Eicher’s strongest early forays into this stream

    Nicht gezeichnete Kurzkritik in den Album Reviews unter Jazz-Fusion, eingestuft als „Recommended“, zum ECM-Album von Werner Pirchner, Harry Pepl und Jack DeJohnette; Manfred Eicher ist Gründer und Produzent von ECM

    1983 date teaming mallet stylist Pirchner, acoustic guitarist Pepl and timemaster DeJohnette

    Nicht gezeichnete Kurzkritik in den Album Reviews unter Jazz-Fusion, eingestuft als „Recommended“, zum ECM-Album von Werner Pirchner, Harry Pepl und Jack DeJohnette

  2. November 2012 · Bericht · IT

    Jazzit, Nr. 73: „Sketches of Rava“, Kapitel „Tra ECM e Soul Note“, Abschnitt „Volver“

    Luciano Vanni

    Titelgeschichte „Sketches of Rava“ der italienischen Jazzzeitschrift Jazzit über den Trompeter Enrico Rava, geschrieben von Luciano Vanni, laut Impressum Leiter der Zeitschrift. Im Kapitel über die Jahre 1975 bis 1991 erzählt der Abschnitt „Volver“, wie Rava im Oktober 1986 nach fünf Jahren wieder für das renommierte europäische Jazzlabel ECM aufnahm, als Co-Leader neben dem argentinischen Bandoneonisten Dino Saluzzi. Als Besetzung des Quintetts nennt Vanni Furio Di Castri (Kontrabass), Bruce Ditmas (Schlagzeug) und Harry Pepl (Gitarre); das Album erschien zwei Jahre später unter dem Titel „Volver“.

    un quintetto che ospita: Furio Di Castri al contrabbasso, Bruce Ditmas alla batteria e Harry Pepl alla chitarra

  3. 22. Dezember 2019 · Bericht · IT

    Tracce di Jazz (Blog): „L’AVVOCATO DEL DIAVOLO…..“

    milton56

    Antwort im selben italienischen Jazzblog auf die Besprechung von „Volver“ vom Mittwoch, 18. Dezember 2019. In der Rolle des „Advocatus Diaboli“, so der Titel, stellt der Autor milton56 der Begeisterung seines Kollegen die Entstehungsgeschichte des Albums gegenüber, wie er sie rund einen Monat zuvor vom italienischen Trompeter Enrico Rava selbst erzählt hörte. Er gibt sie ausdrücklich aus dem Gedächtnis wieder: eine Erinnerung aus zweiter Hand, kein Studioprotokoll. Danach kam die Aufnahme 1986 nur schwer in Gang, weil der argentinische Bandoneonist Dino Saluzzi und der amerikanische Schlagzeuger Bruce Ditmas sehr unterschiedliche Vorstellungen von Begleitung und Lautstärke hatten; Rava vermittelte. In einer festgefahrenen Stille habe Harry Pepl aufs Geratewohl einen Akkord angeschlagen, nur um das Schweigen zu brechen. Der Produzent Manfred Eicher, Gründer des renommierten europäischen Jazzlabels ECM, sei begeistert ins Studio gekommen und habe darin den Ausgangspunkt gesehen, von dem aus die Band endlich etwas entwickeln könne; Pepl selbst habe sich an den Akkord nicht einmal vage erinnert. Rava, so die Erinnerung, beschrieb die Arbeit an der Platte als mühsam. Der Autor schließt, das Album habe trotzdem seinen Weg zu den Hörer:innen gefunden.

    Il chitarrista Pepl fa partire un‘accordo a caso, giusto per infrangere il gelido silenzio.

    Aus einer Erzählung Enrico Ravas über die stockende Aufnahmesitzung zu „Volver“ 1986, vom Blogautor milton56 ausdrücklich aus dem Gedächtnis wiedergegeben; Erinnerung aus zweiter Hand. Auf Deutsch: „Der Gitarrist Pepl schlägt aufs Geratewohl einen Akkord an, nur um das eisige Schweigen zu brechen.“

    Manco a farlo apposta, l’austriaco non si ricorda nemmeno vagamente quello che gli è uscito a caso dallo strumento……

    Pointe derselben Erzählung: Produzent Manfred Eicher hatte in Pepls zufälligem Akkord den Ausgangspunkt für die Aufnahme gesehen. Erinnerung aus zweiter Hand. Auf Deutsch: „Wie zum Trotz erinnert sich der Österreicher nicht einmal vage daran, was ihm da zufällig aus dem Instrument gekommen war……“