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Harry Pepl * 1945  † 2005

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Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

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  1. 22. Dezember 2019 · Bericht · IT

    Tracce di Jazz (Blog): „L’AVVOCATO DEL DIAVOLO…..“

    milton56

    Antwort im selben italienischen Jazzblog auf die Besprechung von „Volver“ vom Mittwoch, 18. Dezember 2019. In der Rolle des „Advocatus Diaboli“, so der Titel, stellt der Autor milton56 der Begeisterung seines Kollegen die Entstehungsgeschichte des Albums gegenüber, wie er sie rund einen Monat zuvor vom italienischen Trompeter Enrico Rava selbst erzählt hörte. Er gibt sie ausdrücklich aus dem Gedächtnis wieder: eine Erinnerung aus zweiter Hand, kein Studioprotokoll. Danach kam die Aufnahme 1986 nur schwer in Gang, weil der argentinische Bandoneonist Dino Saluzzi und der amerikanische Schlagzeuger Bruce Ditmas sehr unterschiedliche Vorstellungen von Begleitung und Lautstärke hatten; Rava vermittelte. In einer festgefahrenen Stille habe Harry Pepl aufs Geratewohl einen Akkord angeschlagen, nur um das Schweigen zu brechen. Der Produzent Manfred Eicher, Gründer des renommierten europäischen Jazzlabels ECM, sei begeistert ins Studio gekommen und habe darin den Ausgangspunkt gesehen, von dem aus die Band endlich etwas entwickeln könne; Pepl selbst habe sich an den Akkord nicht einmal vage erinnert. Rava, so die Erinnerung, beschrieb die Arbeit an der Platte als mühsam. Der Autor schließt, das Album habe trotzdem seinen Weg zu den Hörer:innen gefunden.

    Il chitarrista Pepl fa partire un‘accordo a caso, giusto per infrangere il gelido silenzio.

    Aus einer Erzählung Enrico Ravas über die stockende Aufnahmesitzung zu „Volver“ 1986, vom Blogautor milton56 ausdrücklich aus dem Gedächtnis wiedergegeben; Erinnerung aus zweiter Hand. Auf Deutsch: „Der Gitarrist Pepl schlägt aufs Geratewohl einen Akkord an, nur um das eisige Schweigen zu brechen.“

    Manco a farlo apposta, l’austriaco non si ricorda nemmeno vagamente quello che gli è uscito a caso dallo strumento……

    Pointe derselben Erzählung: Produzent Manfred Eicher hatte in Pepls zufälligem Akkord den Ausgangspunkt für die Aufnahme gesehen. Erinnerung aus zweiter Hand. Auf Deutsch: „Wie zum Trotz erinnert sich der Österreicher nicht einmal vage daran, was ihm da zufällig aus dem Instrument gekommen war……“

  2. 18. Dezember 2019 · Kritik · IT

    Tracce di Jazz (Blog): „Ritornare a ….”Volver”“

    andbar

    Albumbesprechung im italienischen Jazzblog Tracce di Jazz („From jazz-fans to jazz-fans“). Der Autor andbar stieß gebraucht auf „Volver“, das 1986 aufgenommene Album des italienischen Trompeters Enrico Rava und des argentinischen Bandoneonisten Dino Saluzzi beim renommierten europäischen Jazzlabel ECM, mit Harry Pepl (Gitarre), Furio Di Castri (Kontrabass) und Bruce Ditmas (Schlagzeug). Er hält die Platte für etwas unterschätzt und einer Wiederentdeckung wert. Das Eröffnungsstück „Le but du souffle“ beginnt für ihn mit einem leisen Selbstgespräch der E-Gitarre; „Tempos de ausencias“ nennt er ein Destillat argentinischer Melodik, von Pepls Gitarre nur leicht gesprenkelt. In Pepls Komposition „Ballantine for Valentine“ hört er einen freien Ausbruch im Geist von Ornette Coleman, dem Wegbereiter des Free Jazz, der die ruhige Grundstimmung der Platte aufbricht und ihren Horizont erweitert. Am Sonntag, 22. Dezember 2019 antwortete ein zweiter Autor des Blogs mit Ravas Erinnerung an die Aufnahmesitzung.

    “Tempos de ausencias” un distillato di melodia argentina appena screziato dalla chitarra di Pepl

    andbar im italienischen Jazzblog Tracce di Jazz über „Tempos de ausencias“ auf „Volver“, dem 1986 aufgenommenen ECM-Album von Enrico Rava und Dino Saluzzi mit Pepl an der Gitarre. Auf Deutsch: „„Tempos de ausencias“, ein Destillat argentinischer Melodik, von Pepls Gitarre nur leicht gesprenkelt“

    “Ballantine for Valentine” , strappo free ornettiano che spezza le pacate atmosfere dominanti del disco

    andbar über Pepls Komposition „Ballantine for Valentine“, sein einziges Stück auf „Volver“; „ornettiano“ spielt auf Ornette Coleman an, den Wegbereiter des Free Jazz. Auf Deutsch: „„Ballantine for Valentine“, ein freier Ausbruch à la Ornette, der die ruhige Grundstimmung der Platte aufbricht“