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Harry Pepl * 1945  † 2005

Pressearchiv

Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

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Reihenfolge: Neueste zuerst · Älteste zuerst

  1. 12. Dezember 2005 · Nachruf

    NÖN Niederösterreichische Nachrichten (Seite 38, Triestingtal): „Tiefe Trauer um Harry“

    Nachruf der Lokalausgabe Triestingtal am Tag der Beisetzung: Pepl habe den österreichischen Jazz national und international geprägt wie kaum ein anderer und ein Jazzidiom geschaffen, das als europäisch zu bezeichnen sei. Genannt werden Benny Goodman, Dave Holland, Dino Saluzzi, Dave Liebman und Mino Cinelu, das Instant und Real-time Composing sowie Aufbahrung, Seelenmesse und Begräbnis in Hernstein; das Alter gibt die Zeitung irrtümlich mit 61 Jahren an.

    Er prägte und beeinflusste wie kaum ein anderer den österreichischen Jazz national und auch international.

    Harry Pepl prägte ein Jazzidiom, das in seiner kompromißlosen Ausrichtung und Phrasierung in Wellen über einen festen Puls als europäisch zu bezeichnen ist.

    Wesentlich für das Gelingen der Synthese aus Zeitlichem und Überzeitlichem ist nur der erfüllte Augenblick!

    Über Real-time Composing, zitiert im Nachruf der NÖN, der Wochenzeitung Niederösterreichs, Dezember 2005

    Harry Pepl

  2. 7. Dezember 2005 · Nachruf

    Salzburger Nachrichten (Seite 14, Kultur): „Gestorben: Harry Pepl“ (Rubrik „Gestorben“)

    Nachruf in der Rubrik „Gestorben“: Pepl habe längst als einer der eigenständigsten und kreativsten Gitarristen der europäischen Jazzszene gegolten. Genannt werden das Zwio mit Werner Pirchner, Projekte mit Benny Goodman, Jack DeJohnette, Dave Holland und Dave Liebman sowie das Real-time Composing in der Tradition der Zweiten Wiener Schule.

    galt er längst als einer der eigenständigsten und kreativsten Gitarristen der europäischen Jazzszene

    spielte originell und hinterfotzig mit Heimatklischees

    Im „Zwio“ mit Komponist und Vibraphonist Werner Pirchner setzte er sich seit den 70er Jahren über musikalische Konventionen hinweg und spielte originell und hinterfotzig mit Heimatklischees.

  3. 24. Juli 2002 · Porträt

    Falter (Seite 55, Kultur): „Leiwand oder ned leiwand“ (Doppelporträt Muthspiel & Muthspiel und Jazzzwio)

    Klaus Taschwer

    Doppelporträt vor der Premiere des Programms „Muthspiel & Muthspiel play Pepl/Pirchner“ beim Festival Glatt & Verkehrt. Wolfgang Muthspiel, der in Graz bei Pepl Gitarre studierte, erinnert sich an Stunden „wie ein erweitertes Konzert“ und an Pepls lakonisches Urteil „leiwand“ oder „net leiwand“; für Christian Muthspiel wirkte das Jazzzwio „wie eine Befreiung“.

    Pepl war einer der interessantesten Gitarristen im Jazz. Das sagen auch große Musiker wie Dave Liebman oder Jack DeJohnette.

    Der Gitarrist Wolfgang Muthspiel, einst Schüler Pepls in Graz

    Wolfgang Muthspiel

    Die Stunden bei ihm am Konservatorium waren wie ein erweitertes Konzert.

    Wolfgang Muthspiel

    Pepl und Pirchner vermittelten uns, dass man genau die Musik machen kann, die man machen will.

    Der Posaunist und Komponist Christian Muthspiel über das Jazzzwio als Vorbild seiner Generation

    Christian Muthspiel

    jetzt beim Wiederhören merkte ich wieder, wie großartig Pepl und Pirchner gespielt haben. Das war Improvisation im besten Sinn.

    Wolfgang Muthspiel

    Er hat mir was vorgespielt, ich musste mitspielen - und er kommentierte dann alle paar Takte, wie es läuft. In seinen Worten hieß das dann lakonisch entweder ‚leiwand‘ oder ‚net leiwand‘.

    Wolfgang Muthspiel

    Die Zeit, in der ich bei Pepl gelernt habe, war sehr prägend. Die Stunden bei ihm am Konservatorium waren wie ein erweitertes Konzert.

    Wolfgang Muthspiel

  4. 26. Juli 1994 · Bericht

    Kronen Zeitung (Seite 18): „Musikalischer Grenzgänger lehrt an ‚NÖ Jazzakademie‘“

    Kürzel „D. S.“

    Vorbericht zur sechsten NÖ Jazzakademie auf Schloss Zeillern (31. Juli bis 6. August 1994), einem Weiterbildungsseminar für angehende Berufsmusiker. Als prominentester Referent wird Pepl vorgestellt, der mit seinem Quartett am Sonntag, 31. Juli, um 21 Uhr das Eröffnungskonzert spielt.

    Gitarrist und Komponist Harry Pepl gilt als musikalischer Grenzgänger und spielte schon mit Jazzgrößen wie Benny Goodman, Dave Holland, Dave Liebman oder Jack de Johnette.

    Der Musiker der Spitzenklasse wird mit seinem Quartett auch das Eröffnungskonzert am 31. Juli ab 21 Uhr spielen.

  5. Februar 1990 · Bericht

    Tschin Bumm (Musikmagazin, Rubrik Technik, S. 52): „Harry Pepl im Studio: Das Bösendorfer-Projekt“

    Studiobericht über die Aufnahmen zu „Schönberg Improvations“ (PolyGram) im Wiener SingSang-Studio: sechs Studiotage, Stücke von durchschnittlich 15 Minuten mit Anleihen bei Arnold Schönberg, ganz ohne Gitarrenton auf dem Bösendorfer (Wiener Klavierbauer)-Computerflügel, mit David Liebman, Mino Cinelu und Wolfgang Reisinger. Pepl hatte die Stimmen zu Hause über die Roland-MIDI-Gitarre eingespielt; Studiochef Richie Österreicher jr. erklärt die Technik. Erhalten ist nur Seite 52, die Fortsetzung fehlt im Scan.

    Harry Pepl ist ein Mann wie Albert Einstein — ein Genie, dem wohl nur mehr eine Handvoll Menschen bei seiner Arbeit folgen kann.

    Richie Österreicher jr.

    Die neueste LP des weltweit anerkannten Gitarristen ist — eine Klavierplatte.

  6. 16. Juni 1987 · Bericht

    APA-Basisdienst (Austria Presse Agentur), Rubrik APA JAZZ NEWS: „Erfolg für Harry Pepl in Frankreich“

    Kürzel „hmf/fwi“

    Kurzmeldung aus Paris: Pepl feierte bei mehreren Konzerten in Frankreich Erfolge, darunter Sessions mit Jack DeJohnette und Dave Liebman in Paris. Lob kam vom Gitarristen John Abercrombie; mehrere Plattenproduktionen seien in Vorbereitung, auch ein Album mit Herbert Joos.

    Lob gab es auch von einem prominenten Kollegen, Gitarrist John Abercrombie.