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Harry Pepl * 1945  † 2005

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Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

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Reihenfolge: Neueste zuerst · Älteste zuerst

  1. Juli 1986 · Kritik · FR

    Jazz Hot, Nr. 432: „Amiens : le temps du jazz“

    Franck Bergerot

    Festivalbericht von Franck Bergerot in der Juli/August-Ausgabe von Jazz Hot, der 1935 gegründeten französischen Jazzzeitschrift, über das Jazzfestival „Le temps du jazz“ in Amiens (Frankreich) vom 13. bis 24. Mai 1986, bei dem das Festival auch sein Plattenlabel Label Bleu startete. Unter dem Stichwort „Coup de chaleur“ (etwa: Hitzewelle) beschreibt er das Konzert von Air Mail: befeuert von Wolfgang Puschnig, angetrieben von Mike Richmond und Wolfgang Reisinger, aufgemischt von einem ganz und gar unerwarteten Harry Pepl. Für Bergerot klang es, als wolle Pepl dem zehn Jahre zuvor verstorbenen Gitarristen Joseph Dejean huldigen; in seinem Spiel fand er den Faden einer Geschichte der Gitarre wieder, den er verloren glaubte. Die Musik sei frei, frisch, unbekümmert und voller Energie, lange habe er sich nicht so gut unterhalten. Einen Konzerttag nennt der Bericht nicht. 35 Jahre später würdigte Bergerot Pepl in Jazz Magazine erneut, als „regretté guitariste de jazz autrichien“.

    Air Mail, dynamité par Wolfgang Puschnig, propulsé par la rythmique Mike Richmond / Wolfgang Reisinger et chahuté par un Harry Pepl tout à fait inattendu.

    Franck Bergerot in Jazz Hot über das Konzert von Air Mail beim Jazzfestival „Le temps du jazz“ in Amiens, Mai 1986, unter dem Stichwort „Coup de chaleur“ (etwa: Hitzewelle). Auf Deutsch: „Air Mail, befeuert von Wolfgang Puschnig, angetrieben von der Rhythmusgruppe Mike Richmond / Wolfgang Reisinger und aufgemischt von einem ganz und gar unerwarteten Harry Pepl.“

    J'ai retrouvé là le fil d'une histoire de la guitare que je craignais avoir définitivement perdu.

    Franck Bergerot über Pepls Gitarrenspiel beim Konzert von Air Mail in Amiens, Mai 1986; unmittelbar davor schreibt er, hätte Pepl dem zehn Jahre zuvor verstorbenen Gitarristen Joseph Dejean huldigen wollen, er hätte es nicht anders angestellt. Auf Deutsch: „Ich habe dort den Faden einer Geschichte der Gitarre wiedergefunden, den ich endgültig verloren glaubte.“

  2. April 1988 · Kritik · EN

    Wire Magazine (heute The Wire), Nr. 50: Kritik zu „Volver“ (ECM 1343) in der Rubrik „Soundcheck“, Abschnitt „Fast Licks“

    Mike Fish

    Kurzkritik in der 50. Ausgabe der britischen Musikzeitschrift Wire (heute The Wire), Rubrik „Soundcheck“, Abschnitt „Fast Licks“. Mike Fish bespricht „Volver“, das Album des Quintetts von Enrico Rava (Trompete) und Dino Saluzzi (Bandoneon) beim renommierten europäischen Jazzlabel ECM, mit Harry Pepl (Gitarre), Furio Di Castri (Bass) und Bruce Ditmas (Schlagzeug). Saluzzi entlocke dem Bandoneon echte Lyrik; zusammen mit Ravas eleganter Trompete und Pepls hallender Gitarre entstehe Musik voller Empathie und Begeisterung, und in „Minguito“ spiele die Band sehr hitzig.

    when matched with the grandee elegance of Rava’s style, and Pepl’s reverberant guitar, the music that results has a redemptive empathy and enthusiasm

    Sometimes, as in “Minguito”, they blow very hot indeed.

  3. 9. November 2021 · Kritik · FR

    Jazz Magazine (online): „Nevers assis le matin, debout le soir“

    Franck Bergerot

    Festivalbericht von Franck Bergerot in Jazz Magazine, der französischen Jazzzeitschrift, vom Festival D'Jazz Nevers (Burgund, Frankreich). Das Duo Franck Tortiller (Vibraphon) und Misja Fitzgerald-Michel (Gitarre) spielte sein Programm „Les heures propices“ mit Liedern der Songwriter der 1960er und 1970er Jahre an einem Montagmittag, wahrscheinlich am 8. November 2021. Darunter war ein Stück von Harry Pepl, den Bergerot als „verstorbenen österreichischen Jazzgitarristen“ würdigt, der diese melodische Frische und harmonische Unschuld gekannt habe.

    un emprunt au regretté guitariste de jazz autrichien Harry Pepl (qui connaissait cette fraîcheur mélodique, cette candeur harmonique et ses désarmants anachronismes)

    Franck Bergerot über ein Stück von Pepl im Programm „Les heures propices“ des Duos Tortiller und Fitzgerald-Michel (Lieder der Songwriter der 1960er und 1970er Jahre), D'Jazz Nevers 2021. Auf Deutsch: „eine Anleihe beim verstorbenen österreichischen Jazzgitarristen Harry Pepl (der diese melodische Frische, diese harmonische Unschuld und ihre entwaffnenden Anachronismen kannte)“