Literatur und Forschung
Arbeiten über Harry Pepl und seine Musik. Hinweise auf weitere Veröffentlichungen, Abschlussarbeiten und Sendungen nehmen wir gerne auf.
Dissertationen
- Stefan Heckel (2024): Instant Composing. Das Spätwerk des Jazzgitarristen und Komponisten Harry Pepl. Dissertation (PhD), Musikwissenschaft (Theorie und Geschichte der Popularmusik), Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; Betreuer Harald Huber, Wien. Untersucht Pepls Werke der Instant-Composing-Phase ab 1987/88, darunter Cracked Mirrors, Schönberg Improvations, die Streichquartette und die Lonely Single Swinger Band.
- Thomas Albert Zlabinger (2013): Free from Jazz: The Jazz and Improvised Music Scene in Vienna after Ossiach (1971-2011). Dissertation, City University of New York, New York. Online online, CUNY Academic Works Dissertation über die Wiener Jazz- und Improvisationsszene seit 1971 (Betreuer Peter Manuel). Pepl erscheint in Tabelle 1 der wichtigsten Musiker:innen und Bands (S. 87), in Tabelle 2 bei den Musikern um das Vienna Art Orchestra (S. 91), im Musikerverzeichnis („guitar, piano. Vienna Art Orchestra“, S. 166), in der Bibliografie (New York Times über das Festival „Beyond the Sound of Music“, 18.05.1985, S. 212) und in der Diskografie (S. 253 bis 270). Ausführlich besprochen werden Aufnahmen von Clemens Salesny und Franz Hautzinger (S. 130 bis 138), die heute mit Pepls Originalspuren spielen.
- Silvia Elisabetta Pagano (2009): Experimentieren – improvisieren – zuhören: Ursprung, Entwicklung und Theorien der heutigen experimentellen elektronischen Musik sowie Beweggründe und Gedanken in Wien tätiger Musikschaffender. Dissertation, Universität Wien (Betreuer Christoph Reuter), Wien. Online online, Hochschulschriftenserver der Universität Wien Nennt Pepl als Mitglied des Ars-Electronica-Workshop-Ensembles 1982 mit Adelhard Roidinger (S. 23). Im Interview vom 19.04.2004 sagt der Gitarrist Martin Siewert, er habe an der Grazer Musikuniversität bei Harry Pepl Jazzgitarre studiert (S. 195).
Masterarbeiten
- Martin Schaberl (2004): Wolfgang Muthspiel – einer der vielseitigsten Musiker Österreichs und Preisträger des European Jazz Prize 2003. Magisterarbeit, Institut für Jazzforschung, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (Betreuer Franz Krieger), Graz. Exemplar im Archiv Wolfgang Muthspiel studierte an der Grazer Jazzabteilung nur bei Pepl (S. 13, 155). Im Interview nennt er ihn „die Autorität mit der Time“ (S. 165); in einem abgedruckten Gespräch mit Guitar & Bass steht Pepl für „die Rhythmik, die Time, den Swing“ (S. 201). Dazu das Projekt „Muthspiel & Muthspiel play Pepl-Pirchner“ (S. 293 bis 295).
- Christian Haudej (1999): Harry Pepl. Aspekte seiner musikalischen Entwicklung. Unveröffentlichte Magisterarbeit, Institut für Jazzforschung, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Graz. Arbeit des Gitarristen Christian Haudej, entstanden zu Pepls Lebzeiten und mit einem Interview mit ihm: Kurzbiografie (S. 5 bis 6), Pepl über Komponieren und die MIDI-Gitarre (S. 19 bis 21), Stilanalyse von „Alone Is A Golden Stone“ mit handschriftlicher Transkription (S. 23 bis 27) und eine Notenfassung des Stücks für das Artis-Quartett. Zitiert bei Heckel 2024, S. 56, 65 bis 68, 86, 113 bis 116 und 123; Heckel nennt sie in der Bibliografie Diplomarbeit.
Diplomarbeiten
- Nikolaus Kohler (2006): Harry Pepl. Ein Porträt des Musikers und Komponisten. Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades der Philosophie, Studienrichtung Musikwissenschaft, Universität Wien, eingereicht im September 2006; Betreuerin Regine Allgayer-Kaufmann, Wien. Die erste ausführliche wissenschaftliche Arbeit über Pepl. Sie stützt sich auf drei Gespräche mit Pepl vor seinem Tod und enthält Diskografie, Werkübersicht und Chronologie.
Lexika und Nachschlagewerke
- Peter Stachel (2004): Pepl, Harry. Österreichisches Musiklexikon online, begründet von Rudolf Flotzinger, herausgegeben von Barbara Boisits; letzte inhaltliche Änderung 28.07.2004, Wien. Online online frei zugänglich (CC BY-NC-SA 3.0 AT) DOI 10.1553/0x0001dca6; Literaturhinweise im Artikel: Kunzler, Jazz-Lexikon 2002, und Melhardt, Swing that Music! 2002. Druckausgabe: Oesterreichisches Musiklexikon, Band 4, Wien 2005, S. 1742 (so zitiert bei Bruckner-Haring 2013).
- Kunzler (2002): Jazz-Lexikon. Band 2, S. 906 f. (Eintrag Pepl). Vorname und Verlag sind in den vorliegenden Quellen nicht genannt; zitiert bei Kohler 2006 und im Österreichischen Musiklexikon.
- Günther (1997): Eintrag zu Harry Pepl, S. 824 bis 826. Lexikon, Titel in den vorliegenden Quellen nicht genannt. Kohler zitiert das Werk teils als „Günther 1997“, teils als „Bernhard 1997“. Enthält Pepls Selbstaussagen von 1996, unter anderem zur Kunst als „letztem Ort der Transzendenz“. Bibliografische Angabe zu klären.
- Moschner und Teufert (1996): Eintrag zu Harry Pepl, S. 229 bis 230. Titel in den vorliegenden Quellen nicht genannt. Zitiert bei Kohler 2006 im Zusammenhang mit dem Satz von Le Monde und mit Pepls Werken. Bibliografische Angabe zu klären.
Artikel und Aufsätze
- Christa Bruckner-Haring (2017): The Development of the Austrian Jazz Scene and Its Identity 1960–1980. European Journal of Musicology 16/1 (2017), S. 136 bis 157, DOI 10.5450/ejm.2017.16.5784, Bern. Online online frei zugänglich Aufsatz aus dem Forschungsprojekt Rhythm Changes über Festivals, Spielstätten, Rundfunk und Ausbildung als Grundlagen einer eigenständigen österreichischen Jazzszene. Pepl war Gast in Walter Richard Langers ORF-Fernsehsendung „Bourbon Street“ (35 Folgen, 1975 bis 1979), wie Barney Kessel, Albert Mangelsdorff, Art Farmer und Werner Pirchner (S. 151). In der ORF Big Band, die Erich Kleinschuster 1971 gründete und zu der Art Farmer und Jimmy Woode gehörten, bildete er mit Fritz Pauer, Woode und Erich Bachträgl die Rhythmusgruppe (S. 153).
- Christa Bruckner-Haring (2013): Historical Overview of the Development of Jazz in Austria. Rhythm Changes, „Historical Overviews of five partner countries“ (Projektbericht), Kap. II, ab S. 29; zuerst deutsch: „Ein historischer Überblick der Jazzentwicklung in Österreich“, Jazzforschung / Jazz Research 44 (2012), S. 53 bis 74. Exemplar im Archiv Überblick über die österreichische Jazzgeschichte aus dem europäischen Forschungsprojekt Rhythm Changes. Pepl erscheint als Wiener Gitarrist mit international beachteten Aufnahmen, vor allem ab 1975 im Duo Jazzzwio mit Werner Pirchner, oft mit Adelhard Roidinger und Jack DeJohnette; Ende der 1970er Jahre spielte er in der ORF Big Band und im Vienna Art Orchestra, in den 1980er Jahren mit seiner Band Air Mail. In den 1990er Jahren konzentrierte er sich auf „instant“ oder „real-time composing“ (S. 37, nach Stachel 2005). Das Album „Schönberg Improvations“ nennt der Bericht „Schoenberg Improvisations“ und datiert es auf 1989, das Jahr der Aufnahme.
- Thomas Hein (2009): Jazzzwio – ein markanter Name – bis heute. Concerto, 2/2009, S. 44. Bericht zur Veröffentlichung „Live in Concerts“ mit Aussagen von Daniel Pepl.
- Martin Schuster (1998): Man könnte Klavierspielen müssen (Interview mit Harry Pepl). Concerto, Nr. 2, April/Mai 1998, S. 44 f.. Interview im Zusammenhang mit der Solo-Piano-CD „Flow“; im Archiv unter dem Dateinamen „Concerto-Interview-1996“ geführt, die Datierung folgt Kohler (Fn. 314 und 363).
- Wolfgang Kralicek (1988): Saitensprünge. Wochenpresse, Nr. 49, 09.12.1988, S. 54 f., Wien. Porträt mit Interview rund um die Österreich-Tournee im Dezember 1988.
- (1983): Erster Blick über die Mauer (Interview mit Harry Pepl). Jazzlive, Nr. 1, Juli 1983, S. 7. Interview zur ECM-Platte mit Werner Pirchner und Jack DeJohnette; Autor in den vorliegenden Quellen nicht genannt, zitiert bei Kohler 2006, S. 82.
- Michael Kahr: Jazz in Graz von 1965 bis heute. Geschichte und Identität einer Jazz(haupt)stadt. Aufsatz, S. 435 bis 451 (Sammelband nach 2018, Angaben zu klären); aus dem FWF-Projekt „Jazz & the City“ (2011 bis 2013), Graz. Exemplar im Archiv Ab 1983 wurde Pepls Lehrauftrag für Jazzgitarre in Graz zur ordentlichen Hochschulprofessur gehoben (S. 440). Kahr zählt ihn zu den Musikern, die das Grazer Jazzleben über längere Zeit als Solisten und Leiter erfolgreicher Projekte geprägt haben (S. 447).
Radio
- Christian Bakonyi (2025): Zum 80. Geburtstag von Gitarrist Harry Pepl (Die Ö1 Jazznacht). Ö1, 06.09.2025, 23:03 bis 24:00 Uhr, Wien. Online Sendungsseite online Mit Daniel Pepl, Clemens Salesny und Martin Bayer.
- Andreas Felber (2025): Österreichischer Jazzpreis 2025, live aus dem Casino Velden (On stage Spezial). Ö1, 26.11.2025, 19:30 Uhr, Wien. Online Sendungsseite online Die Playlist enthält „Hernstein Blues“ vom Album „Live“.
- Johann Kneihs im Gespräch mit Stefan Heckel (2023): Jazztime: Stefan Heckel. Ö1, live aus dem RadioCafe des ORF RadioKulturhauses, Freitag, 15.12.2023, Wien. Online Ankündigung online Heckel stellt sein Album für Klavier solo vor und erzählt von seiner Forschung über Harry Pepls Methode des „Instant Composing“.
- Christian Bakonyi (2015): Erinnerungen an Harry Pepl (Die Ö1 Jazznacht). Ö1, 19.09.2015, 23:03 bis 24:00 Uhr, Wien. Online Sendungsseite online Zum 70. Geburtstag; mit Daniel Pepl, Agnes Heginger und Clemens Salesny.
- (2007): Milestones, Harry Pepl (Klassiker der Jazzgeschichte). Deutschlandfunk, Nachtradio, 13.03.2007, 01:05 Uhr, Köln. Playlist im Archiv; eine Sendungsseite ist im Web nicht auffindbar.
Film und Fernsehen
- Martin Bayer (Kanal): Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band, Short Documentary (with English subtitles). YouTube, Video-ID MWylwQqSMEA. Online online frei zugänglich Kurzdokumentation über das Live-Projekt, eingebettet auf der früheren Website harrypepl.com; das Veröffentlichungsjahr ist nicht belegt.
Online
- mica music austria (2025): Harry Pepl. mica Musikdatenbank, Node 70644, aktualisiert am 28.10.2025, Wien. Online online frei zugänglich Biografie, Preise, Aufträge und Werkliste mit 64 Werken.
- Wulf Müller (2024): European Jazz Masters Of The Past # 2 – Harry Pepl. Blog, 05.02.2024. Online online Ausführlicher biografischer Essay des früheren Produzenten bei PolyGram Austria und Mitgründers der Zeitschrift Jazzlive, mit Fotos aus der Familiensammlung. Müller produzierte „Schönberg Improvations“ und beschreibt die Entstehung aus erster Hand; er erinnert sich an Pepl als „a very humble, charismatic and private person with a great sense of humour“.
- Montreux Jazz Festival Database (EPFL): Konzert 677: Harry Pepl and Werner Pirchner, 12.07.1981, Casino Montreux. mjf-database.epfl.ch, Person 16239, Montreux. Online online frei zugänglich Nachweis des Auftritts mit Programm; die Datenbank führt Pepls Vornamen als „Harald“.