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Harry Pepl * 1945  † 2005

Pressearchiv

Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

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Reihenfolge: Neueste zuerst · Älteste zuerst

  1. 1996 · Sonstiges · EN

    PAO Records (CD-Booklet, CD 10140-2): Booklettext zu „Flow“

    Stephen Ferguson

    Englischer Booklettext des Pianisten und Komponisten Stephen Ferguson zu Harry Pepls Solo-Klavieralbum „Flow“, aufgenommen am Sonntag, 10. März 1996, digital und in einem Take im Brahmssaal des Wiener Musikvereins. Ferguson nennt Pepl einen „musician who hears“, der das Gehörte sofort in Musik aus den eigenen Fingern und der eigenen Stimme übersetze; an der Gitarre sei er „one of Europe’s undisputed jazz masters“, am Klavier ein Fremder, und gerade das gebe der Musik etwas Magisches. Er hört „a dream played awake“, eine reine Musik ohne Technik, nur mit Musikalität und Flow, eine Antwort auf den großen schwarzen Steinway in der Akustik des Musikvereins, und in ihr die pianistischen Vorbilder Gould, Jarrett, Debussy, Cecil Taylor, Bach, Schönberg und Schubert. Pepl habe die Freude des Jazzmusikers an der Echtzeitkomposition; die Titel seien persönlich gewählt (Kindheit, „High Noon“, Gould). Schluss: der Meister der Saiten als „masterly novice full of music“. Das Booklet nennt Ferguson auch als Editor (mit Daniel Pepl) und als Übersetzer des Textes von Georg Pepl. Der Text liegt als Text-PDF für angemeldete Zugänge bei.

    his very own instrument–the guitar–where he is one of Europe’s undisputed jazz masters

    Harry Pepl is a musician who hears. He has that seldom gift–to immediately translate what he hears into music coming from his own fingers, into music coming from his own voice.

    It is a dream played awake, full of snatches of music, gestures, spaces.

    he is simply unafraid of any musical task, and has the jazz man’s joy of real time composition.

    Let us simply enjoy the novelty and richness of this master of the strings becoming a novice at the keyboard, a masterly novice full of music, in a fast stream of rhythms and thematic lines, flowing.

  2. 1994 · Sonstiges · EN

    Amadeo, Wien (CD-Booklet, 523 570-2): Abstract Truth: „Beginnings“ (Booklet)

    Booklet der CD „Beginnings“ mit allen acht Titeln, Spielzeiten, Komponisten und Besetzungen: Harry Pepl (Gitarre, Gitarrensynthesizer), John Purcell (Tenorsaxofon, Flöte, Saxello), Kenny Davis (Bass), Ronnie Burrage (Schlagzeug, Synthesizer), Paul Zauner (Posaune). Dazu das Bandfoto von Colette Oswald auf der Bow Bridge im Central Park in New York, Cover-Gemälde Margit Taus, Gestaltung Andreas Ortag, eine lange Dankliste (Land Oberösterreich, Unterrichts- und Außenministerium, American Music Project, Musiker wie George Lewis und Harry Sokal), ein Gedenken an George Adams und Carter Jefferson und der Vermerk „Harry Pepl plays PRS guitars and Tomastik strings“. Ein Aufnahmedatum fehlt.

  3. 17. Juli 1992 · Sonstiges · EN

    Pori Jazz, Festivalarchiv (online): Festival years 1992: John Purcell´s Blue Brass Connection

    Das Online-Archiv von Pori Jazz (Jazzfestival in Pori, Finnland, seit 1966 jährlich, eines der ältesten Jazzfestivals Europas) führt für das 27. Festival vom Samstag, 11., bis Sonntag, 19. Juli 1992, die Band „John Purcell´s Blue Brass Connection“ mit Harry Pepl (Gitarre), John Purcell (Saxofon), Graham Haynes (Trompete), Ron Burton (Klavier), Kenny Davis (Bass), Ronnie Burrage (Schlagzeug) und Paul Zauner (Posaune). Verzeichnet sind drei Auftritte: Freitag, 17. Juli 1992, auf der Hauptbühne Kirjurinluoto im Programm ab 17 Uhr, am selben Abend im Village Gate und Samstag, 18. Juli 1992, im Nuorisokeskus (Jugendzentrum). Für dasselbe Programm auf Kirjurinluoto nennt das Tagesprogramm auch Ringo Starr and His All Starr Band und die Hammond-Formation von Jimmy Smith und Jimmy McGriff. Pepl erscheint im Archiv nur in diesem Jahr.

  4. 2. April 1992 · Sonstiges · EN

    Knitting Factory Works, New York (Brief): Einladung an das Harry Pepl Quartet für den 2. Juni 1992

    Michael Dorf, Director

    Brief der Knitting Factory an Harry Pepl in Hernstein: Michael Dorf lädt im Namen der Clubleitung das Harry Pepl Quartet ein, am 2. Juni 1992 um 23 Uhr in dem Club aufzutreten, den er als ersten Veranstaltungsort für Avantgarde-Jazz in New York beschreibt. Kurz danach entstand in New York das Album „N.Y.C. Impressure“.

    We think this will be an invaluable opportunity to expose your music to a New York audience.

  5. 1990 · Sonstiges · EN

    Amadeo (CD-Booklet): Liner Notes und Credits zu „Schönberg Improvations“

    Harry Lachner

    Englischsprachiger Booklettext von Harry Lachner zur CD „Schönberg Improvations“ (Amadeo 843 086-2, PolyGram Wien, 1990). Lachner beschreibt das Paradox der Platte: Pepl, früher an einer modifizierten Ovation-Gitarre erkennbar, arbeitete später mit Samples auf der MIDI-Gitarre; hier aber steuert er von der Gitarre aus einen echten Bösendorfer-Flügel an, nur „The Last Bars Of Mankind“ klingt anders. Er nennt das „a most radical use of technology“ und zitiert Dave Liebman über den Drang, die Grenzen des Instruments zu überschreiten. Die Klavierspur sei vollständig improvisiert, angeregt von Aufnahmen der Klavierwerke Arnold Schönbergs; der Lyrismus von „Alone Is A Golden Stone“ und der tranceartige 4/4-Groove von „Magnet Resonance“ stünden inmitten hochabstrakter, atonaler Stücke. Schluss mit Glenn Gould als weiterer Inspirationsquelle. Dazu die Credits: Aufnahme November 1989 im Sing Sang-Studio, Wien, Tontechnik Richard Österreicher jun., digitaler Schnitt „Ton Eichinger“, Produktion Harry Pepl, Executive Producer Wulf Müller, Verlag Antenna Music; Dank an Peter Lemell und die Techniker von Bösendorfer sowie an AKG; Coverkonzept Marie-Luise Rausch, Fotografie und Gestaltung Wolfgang Plenk, Fotos im Booklet Fischnaller. Im Scan fehlt eine Textseite zwischen „(hence“ und „deconstruction of old and worn-out musical patterns“.

    a most radical use of technology: to play on a midi guitar connected to a computer just to return to a natural, acoustic sound

    The simulation is complete, the circle is fullfilled and we should not be puzzled by the technical method but by the musical result.

    Austrian guitarist Harry Pepl has gone a long and imperturbable way.

    And yet, it is not a sampled sound, it's a Bösendorfer grand piano - played on the guitar.

    the lyricism of "Alone Is A Golden Stone", the trance like 4/4 groove of "Magnet Resonance" are organically embedded into a context of highly abstract, atonal pieces.

    If you're a great instrumentalist, you want to be able to express anything of the instrument, even beyond the instrument. It's not an instrument any more but an expression.

    Dave Liebman