Saxophon, Komposition, Ethnomusikologie
David Borgo
Fachreaktion eines US-Improvisationsforschers auf das „Paradox der Gleichzeitigkeit“ in Pepls Mehrspuraufnahmen: Er las die Einordnung, hörte in die Aufnahmen hinein und hält das Zusammenspiel mit eigenen, zuvor aufgenommenen Spuren für womöglich weniger schwierig oder überraschend, als es zunächst scheint, sofern die Spuren rasch nacheinander entstanden: Man sei auf die Signale eingestellt, die sonst im Ensemble ausgehandelt werden (Atem, Phrasierung, Dynamik, Einsätze, Schlüsse, Tempo).
US-amerikanischer Saxophonist, Komponist und Ethnomusikologe, Professor am Department of Music der University of California San Diego (Kalifornien, USA). Sein Buch „Sync or Swarm: Improvising Music in a Complex Age“ (Continuum 2005, überarbeitete Ausgabe Bloomsbury Academic 2022) wurde 2006 mit dem Alan P. Merriam Prize der Society for Ethnomusicology (Fachgesellschaft für Ethnomusikologie) ausgezeichnet. Nach der Lektüre der Einordnung Das Paradox der Gleichzeitigkeit gab er dem Archiv seine Anmerkungen zu Pepls Heimstudio-Aufnahmen frei.
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Stimmen
… one is attuned to all the little ‘cues’ that normally would be negotiated in a chamber performance (breath, phrasing, dynamics, attacks, releases, tempos, etc.)
Der US-Improvisationsforscher David Borgo (University of California San Diego) nach der Lektüre von „Das Paradox der Gleichzeitigkeit“, in einer E-Mail an Daniel Pepl. Sinngemäß: Wer mit eigenen, zuvor aufgenommenen Spuren spiele, kenne all die kleinen Signale (Atem, Phrasierung, Dynamik, Einsätze); das sei wohl weniger schwierig, als es scheint, sofern die Spuren rasch nacheinander entstanden