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Harry Pepl * 1945  † 2005

Donnerstag, 29. Oktober 2026

„Was soll ich mit dem Benny“: Wie Benny Goodman einen Wiener Modernisten für sich gewann

Im November 1980 sollte Benny Goodman beim Kanzlerfest von Helmut Schmidt in der Berliner Philharmonie spielen, mit einer eigens in Europa zusammengestellten Band.

Farbabzug im Passepartout aus Berlin, November 1980: die Band in der Kleidung der Probe am Flügel auf der Bühne der Philharmonie, von links Don Haas, Harry Pepl, Benny Goodman mit der Klarinette, Peter „Fifi“ Witte und Charly Antolini. Darunter hat Goodman das Foto für Pepl signiert: „To Harry, a great guitarist, my best, Benny“.
Widmungsfoto von Benny Goodman: „To Harry, a great guitarist, my best, Benny“, 1980Foto: musikalischer Nachlass, Privatbesitz

Harry Pepl sagte zunächst ab, Swing war nicht seine Musik: „was soll ich mit dem Benny, ich war eben gerade in ganz anderer Musik drinnen“. Erst sein Vater überredete ihn. Noten gab es keine, ein Programm auch nicht, und zu Beginn des zweiten Konzerts sagte Goodman ohne Absprache ein Gitarrensolo an, daraus wurde „Harry Pepl's Blues“ auf dem Album „Berlin 1980“. Goodmans Manager Kurt A. Müller schrieb eine Woche später, Benny sei dabei „so richtig in Schwung“ gekommen, „wie ich ihn seit vielen Jahren nicht mehr erlebte“. Goodman holte Pepl 1981 nach Rom, zur Filmmusik von „Fantasma d'amore“, und nach Kopenhagen, und schrieb ihm auf ein Probenfoto: „To Harry, a great guitarist, my best, Benny“.

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