
Formation · 1980 bis 1981
Benny Goodman Band 1980/81
Berlin, Rom und Kopenhagen
Als für zwei Konzerte von Benny Goodman in der Berliner Philharmonie im November 1980 eine europäische Band zusammengestellt wurde, saß Harry Pepl an der Gitarre. Es folgten 1981 Aufnahmen für die Filmmusik zu „Fantasma d'Amore“ in Rom und ein Fernsehkonzert im Tivoli in Kopenhagen. Goodman widmete ihm ein Foto: „To Harry, a great guitarist, my best, Benny“. Die Konzerte sind auf „Berlin 1980“ und „Farewell“ erschienen.
Harry Pepl Gitarrist der Band
Auf einen Blick
- Leitung
- Benny Goodman (Klarinette)
- Besetzung Berlin
- Don Haas (Klavier), Peter „Fifi“ Witte (Bass), Charly Antolini (Schlagzeug)
- Konzerte
- 7. und 8. November 1980, Philharmonie Berlin; September 1981, Tivoli Kopenhagen
- Studio
- Filmmusik „Fantasma d'Amore“, Rom 1981 (Musik Riz Ortolani)
- Gäste in Kopenhagen
- Jimmy Maxwell (Trompete), Svend Asmussen (Violine)
- Tonträger
- Berlin 1980 (TCB Records, 1996), Fantasma d'Amore (CAM, 1992), B.G. World-Wide (TCB, 1993), Farewell (TV Matters, 2003)
Berlin 1980
Anlass war das Kanzlerfest von Helmut Schmidt im Rahmen der Berliner Festspiele. Die Musiker wählte der Schweizer Geschäftsmann Kurt A. Mueller aus, der die Aufnahmen später gemeinsam mit Peter Schmidlin herausbrachte. Pepl sagte zunächst ab, weil Swing nicht seine Musik sei; sein Vater überredete ihn. Nach einer Probe am 6. November spielte die Band am 7. und 8. November 1980 in der Philharmonie: Benny Goodman (Klarinette), Harry Pepl (Gitarre), Don Haas (Klavier), Peter „Fifi“ Witte (Bass) und Charly Antolini (Schlagzeug).1 Auf dem Album ist „Harry Pepl's Blues“ der einzige Titel mit nur einem angegebenen Komponisten: ein erweiterter, offensichtlich spontan improvisierter Blues, für den Goodman Pepls Solo ansagte, ohne dass es abgesprochen war.2 Die Konzerte erschienen 1996 als „Berlin 1980“ bei TCB Records.
Rom und Kopenhagen 1981
In Rom spielte die Band 1981 Jazzfassungen der Filmmusik von Riz Ortolani zu Dino Risis Film „Fantasma d'Amore“ mit Romy Schneider und Marcello Mastroianni ein; Pepl lieh sich dafür in einem Musikgeschäft eine Gibson.3 Im September 1981 folgte im Tivoli in Kopenhagen ein Fernsehkonzert mit den Gästen Jimmy Maxwell (Trompete) und Svend Asmussen (Violine), 2003 als „Farewell“ auf DVD und CD veröffentlicht. Es war Pepls letzte Zusammenarbeit mit Goodman; ein weiteres Konzert in Wien sagte er ab.4
Swing mit kleinem Verstärker
Für Goodman stellte Pepl seinen Klang um: kein Hall, kein Delay, ein kleiner Verstärker, „wie der Großvater von Charlie Christian“. Er lernte dabei, Swing zu spielen, sah aber keine Auswirkung auf sein weiteres Spiel.5 Nach Berlin schickte Goodman ihm ein Foto vom Kanzlerfest mit Widmung; es liegt im Archiv der Familie.6
Stimmen
To Harry, a great guitarist, my best, Benny
Der Benny hat so eine Strahlung gehabt, also wirklich, von der Phrasierung und von allem, das war wirklich urgut
Irgendwie habe ich gespielt wie der Großvater von Charlie Christian, also noch älter.
He swings like hell
Tonträger
Fragen und Antworten
Wann spielte Harry Pepl mit Benny Goodman?
1980 und 1981: bei zwei Konzerten am 7. und 8. November 1980 in der Berliner Philharmonie, 1981 bei Aufnahmen in Rom und im September 1981 bei einem Fernsehkonzert im Tivoli in Kopenhagen.
Auf welchen Aufnahmen ist Pepl mit Goodman zu hören?
Auf „Berlin 1980“ (TCB Records, 1996), auf der Filmmusik „Fantasma d'Amore“ (CAM, 1992), auf der Zusammenstellung „B.G. World-Wide“ (1993) und auf „Farewell“ aus Kopenhagen (TV Matters, 2003).
Was ist „Harry Pepl's Blues“?
Ein erweiterter, offensichtlich spontan improvisierter Blues aus den Berliner Konzerten 1980. Auf dem Album „Berlin 1980“ ist es der einzige Titel mit Harry Pepl als alleinigem Komponisten; Goodman sagte sein Solo ohne Absprache an.
Was schrieb Benny Goodman an Harry Pepl?
Auf ein Foto vom Kanzlerfest in Berlin schrieb er: „To Harry, a great guitarist, my best, Benny“.


