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Harry Pepl * 1945  † 2005
Cover: Werner Pirchner / Harry Pepl / Jack DeJohnette

Cover: ECM Records

Formation · 1980 bis 1982

Werner Pirchner / Harry Pepl / Jack DeJohnette

Das ECM-Trio mit Jack DeJohnette

Gitarre, Vibraphon und Jack DeJohnette am Schlagzeug: Im Juni 1982 nahmen Werner Pirchner und Harry Pepl mit dem amerikanischen Schlagzeuger für ECM ein Album auf, das 1983 erschien. Es enthält Pepls „Air, Love & Vitamins“, das als österreichischer Jazz-Standard gilt, und brachte den beiden nach Pepls Worten den ersten Blick „über die Mauer“.

Harry Pepl Co-Leader, Ovation-Gitarre

Tonträger Fragen und Antworten

Auf einen Blick

Besetzung
Werner Pirchner (Tenor-Vibraphon, Marimba), Harry Pepl (Ovation-Gitarre), Jack DeJohnette (Schlagzeug)
Erster Auftritt zu dritt
September 1980, Jazzfestival Saalfelden
Aufnahme
Juni 1982, Tonstudio Bauer, Ludwigsburg
Produzent
Manfred Eicher
Veröffentlichung
ECM 1237, 1983; digital neu gemastert 2019
Bekanntester Titel
Air, Love & Vitamins (Harry Pepl)

Wie das Trio entstand

Im September 1980 spielte das Jazzzwio beim Jazzfestival in Saalfelden, als Jack DeJohnette spontan auf die Bühne kam und einstieg. Einige Monate später stellten Pirchner und Pepl bei einem Konzert in der Wiener Jazzspelunke vorsorglich ein Schlagzeug auf, weil DeJohnette in der Stadt war, und er kam tatsächlich.1 Über das Festival in Ancona entstand der Kontakt zu ECM. Manfred Eicher, der „Gegenwind“ etwa zwei Jahre zuvor abgelehnt hatte, bot nun eine Aufnahme an.2

Die Aufnahme

Aufgenommen wurde an einem Sonntagnachmittag im Juni 1982 im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg, Produzent war Manfred Eicher. Am Vorabend hatten Pirchner und Pepl noch beim Festival in Neuwied gespielt und waren in der Nacht nach Ludwigsburg gefahren.3 Pirchner spielte Tenor-Vibraphon und Marimba, Pepl die Ovation-Gitarre. Die Stücke stammen gleichermaßen von beiden; Pepl selbst nannte die Besetzung „Jazzzwio und noch wer“.4 Auf der Rückseite der Platte dankten die beiden „Brother Jack“.

Air, Love & Vitamins

Pepls Stück „Air, Love & Vitamins“ war ihm persönlich sehr wichtig: ein liebes, einfaches Lied, das eigentlich einen Gesang oder ein Saxofon verlange.5 Es gilt als österreichischer Jazz-Standard; Wolfgang Muthspiel benannte 2004 ein Album danach.

Wirkung

Das Album erschien 1983 als ECM 1237. Nikolaus Kohler nennt eine Auszeichnung in der Vierteljahresliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik 1983 (deutsche Auszeichnung für herausragende Tonträger, vergeben von einer Kritikerjury), das Österreichische Musiklexikon spricht von einer Nominierung.6 2007 spielte es der Deutschlandfunk (überregionaler öffentlich-rechtlicher Hörfunksender in Deutschland) in einer Sendung über Harry Pepl aus seiner Reihe zu Klassikern der Jazzgeschichte, 2019 erschien es digital neu gemastert.7

Anmerkungen und Quellen (7)
  1. Kohler 2006, S. 82. ↩
  2. Kohler 2006, S. 78 bis 79, 82. ↩
  3. Kohler 2006, S. 78 bis 80. ↩
  4. Kohler 2006, S. 82. ↩
  5. Kohler 2006, S. 82 (Interview 4-44). ↩
  6. Kohler 2006, S. 79; Österreichisches Musiklexikon online, Artikel „Pepl, Harry“. ↩
  7. Deutschlandfunk, „Milestones“, 13.03.2007; Streaming-Ausgabe ECM 2019. ↩

Stimmen

Das ist das erste Mal, dass wir wirklich über die Mauer schauen

Harry Pepl Über das ECM-Album mit Jack DeJohnette; Interview „Erster Blick über die Mauer“, Jazzlive Nr. 1, Juli 1983, S. 7, zitiert in Kohler 2006, S. 82

Das ist ein ganz liebes Lied mit einer lieben, einfachen Melodie, die eigentlich einen Gesang oder ein Saxofon verlangt, etwas das mit langen Tönen daherkommt.

Harry Pepl Über „Air, Love and Vitamines“; Gespräch mit Nikolaus Kohler (Interview 4-44), zitiert in Kohler 2006, S. 82

Tonträger

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Fragen und Antworten

Wann entstand das Album von Pirchner, Pepl und DeJohnette?

An einem Sonntagnachmittag im Juni 1982 im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg, produziert von Manfred Eicher. Es erschien 1983 bei ECM unter der Nummer 1237.

Wie kam Jack DeJohnette zu Pirchner und Pepl?

Er stieg im September 1980 beim Jazzfestival Saalfelden (bedeutendes Jazzfestival im Salzburger Land) spontan beim Jazzzwio ein und spielte einige Monate später auch in der Wiener Jazzspelunke mit. Danach bot das renommierte europäische Jazzlabel ECM die gemeinsame Aufnahme an.

Ist „Air, Love & Vitamins“ auf diesem Album?

Ja. Das Stück von Harry Pepl gilt als österreichischer Jazz-Standard; Wolfgang Muthspiel benannte 2004 ein eigenes Album danach.

Wo ist das Album erhältlich?

Das renommierte europäische Jazzlabel ECM führt die LP und CD als vergriffen; seit 2019 gibt es eine digital neu gemasterte Fassung bei den Streamingdiensten.

In der Chronik