Zum Inhalt
Harry Pepl * 1945  † 2005

Pressearchiv

Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

Filter aktiv

17 Einträge · CSV

  1. Februar 1990 · Bericht

    Tschin Bumm (Musikmagazin, Rubrik Technik, S. 52): „Harry Pepl im Studio: Das Bösendorfer-Projekt“

    Studiobericht über die Aufnahmen zu „Schönberg Improvations“ (PolyGram) im Wiener SingSang-Studio: sechs Studiotage, Stücke von durchschnittlich 15 Minuten mit Anleihen bei Arnold Schönberg, ganz ohne Gitarrenton auf dem Bösendorfer-Computerflügel, mit David Liebman, Mino Cinelu und Wolfgang Reisinger. Pepl hatte die Stimmen zu Hause über die Roland-MIDI-Gitarre eingespielt; Studiochef Richie Österreicher jr. erklärt die Technik. Erhalten ist nur Seite 52, die Fortsetzung fehlt im Scan.

    Harry Pepl ist ein Mann wie Albert Einstein — ein Genie, dem wohl nur mehr eine Handvoll Menschen bei seiner Arbeit folgen kann.

    Richie Österreicher jr.

    Die neueste LP des weltweit anerkannten Gitarristen ist — eine Klavierplatte.

  2. 27. Februar 1990 · Programmheft

    Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Programmheft Brahms-Saal (Außerordentliches Gesellschaftskonzert): Komponistenportrait Harry Pepl, Dienstag, 27. Februar 1990, 19.30 Uhr

    Redaktion: Teresa Hrdlicka

    Programmheft zum Komponistenporträt mit dem Ensemble Kontrapunkte unter Peter Keuschnig, mit Christine Whittlesey, Pepl an Gitarre und Guitar-to-MIDI-System, Josef Pitzek und Rainer Keuschnig; der Klavierklang kommt vom Bösendorfer-Computerflügel. Gespielt wurden 15 Stücke. Die Werknotiz erklärt „Instant composing“ und nennt „Grogos“ als Auftrag der Gesellschaft der Musikfreunde.

    freier Kompositionsvorgang, wobei das Werk in dem Augenblick, in welchem es erfunden wurde, auch schon schriftlich fixiert ist

  3. 1991 · Porträt

    Kulturpreis des Landes Niederösterreich (Broschüre 1991, Preisträgerdatenbank): „Spontane Klangerlebnisse“ (Anerkennungspreis 1991, Sparte Musik)

    Würdigungstext aus der Kulturpreis-Broschüre 1991 zum Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich in der Sparte Musik, heute online in der Preisträgerdatenbank. Er stellt Pepl als Professor in Graz und gefragten Komponisten vor: Ein Stück für das Kronos Quartet steht vor der Uraufführung im Herbst 1991 in Graz, ein weiteres für das Artis-Quartett ist geplant. Seit zwei Jahren komponiert er mit seinem „Instant-“ oder „Realtime-Composing“. Pepl schätzt Mozart, die Klavierwerke Schönbergs und Giacinto Scelsi und hat Glenn Goulds rhythmische Präzision an einer Bach-Einspielung am Computer analysiert. Genannt werden außerdem die zwei Jahre in Gerhard Bronners „Fledermaus“-Bar, die ORF-Big-Band, mehrfache Siege im Readers Poll von „Jazz Live“ und das Wort von Le Monde vom „Giganten der Improvisation“.

    Harry Pepl irgendwo musikalisch einzuordnen, fällt schwer und ist genau genommen auch nicht notwendig.

    Pepl, und darüber lässt er auch in diesem Gespräch keinen Zweifel, ist ein Musiker des Augenblicks.

    ihn hat die führende französische Zeitung „Le Monde“ taxfrei zum „Giganten der Improvisation“ gekürt

  4. 2. April 1992 · Sonstiges · EN

    Knitting Factory Works, New York (Brief): Einladung an das Harry Pepl Quartet für den 2. Juni 1992

    Michael Dorf, Director

    Brief der Knitting Factory an Harry Pepl in Hernstein: Michael Dorf lädt im Namen der Clubleitung das Harry Pepl Quartet ein, am 2. Juni 1992 um 23 Uhr in dem Club aufzutreten, den er als ersten Veranstaltungsort für Avantgarde-Jazz in New York beschreibt. Kurz danach entstand in New York das Album „N.Y.C. Impressure“.

    We think this will be an invaluable opportunity to expose your music to a New York audience.

  5. Dezember 1992 · Bericht

    Jazzlive (10. Jahrgang, Nr. 99/1992): Titelbild Harry Pepl; „Soundknitting. Die farbenfrohen Klangmuster der New Yorker Knitting Factory“

    Hannes Schweiger (Artikel); Rainer Rygalyk (Titelfoto)

    Die Wiener Jazzzeitschrift zeigt Harry Pepl auf dem Titelbild, fotografiert von Herausgeber Rainer Rygalyk. Im Heft beschreibt Hannes Schweiger Geschichte und Programm des New Yorker Clubs Knitting Factory und berichtet, dass Pepl im Sommer 1992 mit seinem Quartett (Klaus Stötter, Paul Nowinski, JoJo Mayer) einen Abend lang dort spielte. Pepl schildert, wie ihn das Tempo New Yorks beim Spielen verändert hat.

    Mir fiel selber an mir auf, daß ich dort völlig anders spiele als daheim.

    Harry Pepl

    Das Ambiente des Clubs ist eher schlicht. Dort zu spielen war wirklich ein Erlebnis.

    Harry Pepl

  6. 6. Mai 1993 · Programmheft

    Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Programmheft Brahms-Saal (Wiener Frühlingsfestival 1993, Artis-Quartett, 3. Konzert): Artis-Quartett mit Stefan Vladar, Donnerstag, 6. Mai 1993, 19.30 Uhr

    Redaktion: Joachim Reiber

    Programmheft des Abends mit Beethoven (op. 18/4), der Uraufführung von Pepls Streichquartett „Über kurz oder lang, von der Weite und der Enge“ und Brahms' Klavierquintett. Die Werkbesprechung listet Aufträge, Festivals und Preise und beschreibt das im Februar 1993 entstandene Quartett in drei Teilen. Der ORF sendete das Konzert am 12. Mai auf Ö1.

    darf man von Pepl nur das Unerwartete erwarten

  7. 9. Mai 1993 · Kritik

    Kurier (Seite 22): „Pepl-Uraufführung beim Artis-Quartett-Zyklus“

    Werner Schuster

    Konzertkritik zum Artis-Quartett-Abend im Brahmssaal mit dem Brahms-Klavierquintett und der Uraufführung von Pepls Streichquartett zwischen Beethoven und Brahms. Der Kritiker lobt das Artis-Quartett und hält das fragile Werk für zu schade für eine Einlage zwischen den großen Stücken.

    sein zögernd immer wieder ansetzendes, fragiles, Trauer vermittelndes Werk ist als Sandwich-Einlage zu schade

  8. 1994 · Kritik

    Zeitschrift (Titel nicht erhalten), Plattenkritik: Harry Pepl Quartet: „N.Y.C. Impressure“

    Plattenkritik zu „N.Y.C. Impressure“ (Extraplatte EX 203-2, aufgenommen 6/92 im Active Recording Studio, New York): Der Niederösterreicher Pepl experimentiere seit Jahren mit der MIDI-Gitarre, sein neues Steckenpferd sei das real-time-composing. Das Album spiegle Stimmung, Farben und rhythmische Dichte New Yorks, umgesetzt mit Claus Stötter, Paul Nowinski und Jojo Mayer. Wertung (8).

    Der Niederösterreicher Harry Pepl liebt den Kampf mit 'Bits and Bytes'.

    Sein neuestes Steckenpferd nennt sich „real-time-composing“.

  9. Mai 1994 · Kritik

    Salzburger Nachrichten: Kurzkritik zu „N.Y.C. ImPressure“

    Kurze Besprechung des neuen Albums: Pepl, einer der eigenständigsten Gitarristen des Kontinents, trete mit seinem in New York aufgenommenen Quartett (Claus Stöttner, Paul Nowinski, Jojo Mayer) aus seiner Zurückgezogenheit. Der Autor zählt die Platte dank raffiniert vorgedachter Titel und eindringlicher Soli zum Aufregendsten, was in Österreich in den letzten Jahren produziert wurde.

    Der zu den eigenständigsten Gitarristen auf dem Kontinent zählende Wiener Harry Pepl

    zum Aufregendsten zählt, das in den letzten Jahren hierzulande produziert worden ist.

  10. 27. Mai 1994 · Kritik

    Der Standard: „Der Groove-Professor gibt sich recht unberechenbar“

    Ljubiša Tošić

    Plattenkritik zu „N.Y.C. Impressure“: Die funkige Rhythmusgruppe gibt Vollgas, Pepls Gitarre ist nach Jahren, in denen das Klangspiel dominierte, wieder als Gitarrenklang zu erkennen, die MIDI-Gitarre dient nur als atmosphärischer Zusatz. Tošić hört eine groovige Sache mit rockig verzerrtem Klang und höchst individueller Phrasierung; Klang sehr gut.

    Auf N.Y.C. Impressure ist sein Gitarrenklang wieder als ein solcher zu erkennen.

    Natürlich ist seine Phrasierung wiederum höchst individuell, was so viel heißt wie: reizvoll und angenehm unberechenbar.

  11. 28. Juli 1994 · Porträt

    Neue Kronen-Zeitung (Ausgabe Steiermark, Seite 22): „Rastloser Grenzgänger“

    Bernd Schmidt

    Kurzporträt zur CD „N.Y.C. Im-Pressure“ mit Claus Stötter, Paul Nowinski und Jojo Mayer. Pepl erklärt sein Real-Time-Composing, nennt Projekte mit Günter Meinhart und STUDIO PERCUSSION und spricht über sein Studio in Hernstein.

    Die Wandlungsfähigkeit gehört zu Pepl wie die Hinwendung zu verschiedenen (Komponier-)Techniken.

  12. 24. Dezember 1994 · Bericht

    Salzburger Nachrichten (Seite 7): „Österreichs Jazz hält seine Freunde auf Trab“

    Wolfgang Lamprecht

    Jahresbilanz zum österreichischen Jazz 1994 mit Porgy & Bess, Labels und CD-Produktionen. Pepl kommt nur in einem Nebensatz vor: Der Autor nennt „N.Y.C. impressure“ sein Jazzalbum des Jahres.

    das (für den Autor dieser Zeilen) österreichische Jazzalbum des Jahres „N.Y.C. impressure“, von und mit Harry Pepl

  13. 1996 · Pressetext

    Infoblatt (Pressematerial, 5 Seiten): Infos Harry PEPL

    Undatiertes Biografie-Infoblatt, frühestens 1996 entstanden. Es enthält Kurzbiografie, Zusammenarbeiten, Festivals und eine Diskografie, die Methode des Real-Time-Composing und eine Werkliste mit Uraufführungen für Ensemble Wien, Ensemble Kontrapunkte, Kronos Quartet, STUDIO PERCUSSION und Artis-Quartett.

    tritt seit 1984 als Komponist europäischer zeitgenössischer Kunstmusik hervor

  14. 1998 · Lexikon

    Kulturpreis Niederösterreich (Preisträgerdatenbank des Landes): „Bewusster Grenzgänger“ (Harry Pepl, Würdigungspreis 1998 Musik)

    Würdigungstext zum Würdigungspreis 1998 für Musik. Er zeichnet Pepl als Grenzgänger zwischen Jazz und Neuer Musik nach, von den Austrian Evergreens über Fledermaus-Bar, ORF Big Band und die Professur in Graz bis zum Komponieren in Echtzeit.

    Grenzen auszuloten war offensichtlich immer schon sein Bestreben.

  15. April 1998 · Interview

    Concerto (Musikmagazin), Ausgabe 2/1998: „Man könnte Klavierspielen müssen“

    Martin Schuster

    Interview im Wiener Café Museum, geführt im Zusammenhang mit der Solo-Piano-CD „Flow“. Pepl spricht über seine Anfänge, das Jazzzwio, das kurze Engagement bei Benny Goodman, Real-Time-Composing und MIDI-Technik und kündigt Neuauflagen von „Gegenwind“ und „Montreux 81“ an. Der Dateiname im Archiv nennt das Jahr 1996, Kohler verweist auf Concerto 2/1998.

    Ich wollte, daß man auf der CD auch den Raum hört.

    Harry Pepl

  16. 3. November 1998 · Bericht

    Kurier (Seite 10, Ressort Chronik, Rubrik „Landsleute“): „Auszeichnung für den musikalischen Jazz-Grenzgänger Harry Pepl“

    Kürzel „flo“

    Kurzmeldung über den 53-jährigen Gitarristen und Pianisten aus Hernstein, die Wegbegleiter wie Toni Stricker, André Heller und die ORF Big Band aufzählt. Genannt werden außerdem der Le-Monde-Satz von den „Giganten der Improvisation“ und die Preise der deutschen Schallplattenkritik. Welche Auszeichnung der Titel meint, steht nicht im Text.

    Wichtig ist, die individuelle Linie zu finden, dazu heißt es üben, üben, üben

    Harry Pepl

    Der 53jährige Gitarrist und Pianist von Weltruf aus Hernstein zieht mit außergewöhnlichen, spontanen und innovativen Klängen Jazzfreunde in seinen Bann.

  17. Dezember 1998 · Bericht

    Das Waldviertel, Jahrgang 47, Heft 4 (Seite 408): Kulturpreise des Landes Niederösterreich 1998 (nach NÖ Landeskorrespondenz, 22.10.1998)

    Liste der Preisträger der Kulturpreise des Landes Niederösterreich 1998 nach einer Aussendung der NÖ Landeskorrespondenz vom 22. Oktober 1998. In der Sparte Musik erhält Harry Pepl den Würdigungspreis, Friedrich Keil und Elisabeth Schimana erhalten Anerkennungspreise.

    Musik: Harry Pepl (Würdigungspreis), Friedrich Keil und Elisabeth Schimana (Anerkennungspreise)