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Harry Pepl * 1945  † 2005
Cover: Men's Land

Cover: Label Bleu

Formation · 1984 bis 1988

Michel Portal Unit

Harry Pepl in der französischen Jazzszene

In der Portal Unit spielte Harry Pepl mit Größen des europäischen und amerikanischen Jazz: Michel Portal, Jack DeJohnette, Dave Liebman, Daniel Humair, Jean-François Jenny-Clark, Mino Cinelu, Joachim Kühn und George Lewis. Die Gruppe trat im Théâtre de la Ville und im Centre Pompidou in Paris auf; der Mitschnitt aus Amiens erschien 1987 als „Men's Land“ bei Label Bleu.

Harry Pepl Gitarrist der Gruppe

Tonträger Fragen und Antworten

Auf einen Blick

Leitung
Michel Portal (Bassklarinette, Saxofon), 27. November 1935 bis 12. Februar 2026
Mitspieler
Jack DeJohnette, Dave Liebman, Daniel Humair, Jean-François Jenny-Clark, Mino Cinelu, Joachim Kühn, George Lewis, Christof Lauer
Erstes Konzert mit Pepl
23. September 1984, ehemaliger Schlachthof Graz (Steirischer Herbst)
Spielorte
Théâtre de la Ville und Centre Pompidou in Paris, Amiens, Genf, Le Mans
Tonträger
Turbulence (Harmonia Mundi, aufgenommen 1986), Men's Land (Label Bleu, live in Amiens 1987)

Der Weg nach Frankreich

Kontakte zur französischen Szene hatte Pepl seit Anfang der 1980er Jahre, unter anderem über Daniel Humair; in Paris trat er auch mit dem Trompeter Eric Le Lann auf.1 Michel Portal hatte seine Unit 1971 gegründet, mit wechselnden Besetzungen. Das erste rekonstruierbare Konzert mit Pepl fand am 23. September 1984 im ehemaligen Schlachthof in Graz statt, beim Steirischen Herbst: Portal, Pepl, George Lewis, Joachim Kühn, Jean-François Jenny-Clark und Daniel Humair. Am 22. und 23. März 1985 folgte das Théâtre de la Ville in Paris, als Quintett mit Mino Cinelu, später das Centre Pompidou.2

Turbulence und Men's Land

Auf Portals Album „Turbulence“, aufgenommen 1986 im Pariser Studio S.E.I., ist Pepl im Stück „Pastor“ zu hören.3 Am 30. Mai 1987 spielte die Unit beim 7. Festival International de Jazz d'Amiens im Grand Théâtre der Maison de la Culture: Portal, Dave Liebman, Pepl, Jean-François Jenny-Clark, Jack DeJohnette und Mino Cinelu. Der Mitschnitt erschien als „Men's Land“ bei Label Bleu, Pepl spielt im Titel „Ahmad The Terrible“, auf der CD zusätzlich in „Pastor“. Weitere Konzerte gab es in Genf und Le Mans, dort mit Christof Lauer. Beide Alben wurden nach Kohler mit Preisen ausgezeichnet.4

Freiheit

In dieser Szene spielte Pepl vor allem freie Musik mit teilweise komponierten Stücken. Jack DeJohnette war für ihn der einzige Musiker, mit dem er sich beim ersten rhythmischen Impuls sofort verstand. Pepl selbst meinte, seine Arbeit in Frankreich werde außerhalb des Landes kaum wahrgenommen.5 In den 1990er Jahren traf er Portal noch einmal beim Inntöne-Festival, gemeinsam mit Wolfgang Reisinger, Franz Hackl und Toninho Horta; das Jahr ist in den Quellen uneinheitlich überliefert.6

Anmerkungen und Quellen (6)
  1. Kohler 2006, S. 103 (Interview 3-44). ↩
  2. Kohler 2006, S. 104 bis 105. ↩
  3. Kohler 2006, S. 103. ↩
  4. Kohler 2006, S. 107 bis 112. ↩
  5. Kohler 2006, S. 106, 112, 140. ↩
  6. Kohler 2006, S. 112; Concerto-Interview mit Pepl (1998). ↩

Stimmen

beim ersten oder zweiten rhythmischen Impuls sofort verstand, sodass jeder wusste, wo der andere war

Harry Pepl Über Jack DeJohnette; Gespräch mit Nikolaus Kohler (Interview 2-25), zitiert in Kohler 2006, S. 140

Der österreichische Musiker Harry Pepl ist ein international gefragter Mann.

Wolfgang Kralicek, Wochenpresse „Saitensprünge“, Wochenpresse Nr. 49, 09.12.1988, S. 54 (Untertitel)

Tonträger

Fragen und Antworten

Was war die Michel Portal Unit?

Die Gruppe des französischen Klarinettisten und Saxofonisten Michel Portal, 1971 gegründet, mit wechselnden Besetzungen. Harry Pepl spielte ab 1984 vor allem live in Frankreich mit.

Mit wem spielte Pepl in der Portal Unit?

Unter anderem mit Jack DeJohnette, Dave Liebman, Daniel Humair, Jean-François Jenny-Clark, Mino Cinelu, Joachim Kühn und George Lewis.

Auf welchen Alben ist Pepl mit Michel Portal zu hören?

Auf „Turbulence“ (Harmonia Mundi) im Stück „Pastor“ und auf „Men's Land“ (Label Bleu, live in Amiens am 30. Mai 1987) im Titel „Ahmad The Terrible“ sowie im Bonustitel „Pastor“.

Wo trat die Gruppe mit Pepl auf?

Unter anderem im Grazer Schlachthof (1984), im Théâtre de la Ville (1985) und im Centre Pompidou in Paris, in Amiens, Genf und Le Mans.

In der Chronik